Wirtshaus seit 150 Jahren als Familienbetrieb. Gaststätte in Kleinraßberg wurde von Franz Reither, dem Ur-Ur-Großvater des jetzigen Betreibers gegründet. Am 6. Oktober wird das Jubiläum gefeiert.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 02. Oktober 2019 (03:03)
privat
Franz Reither hat den Betrieb vor etwa 25 Jahren von Gottfried Reither übernommen.

Es war im Jahr 1869: Da hatte Franz Reither die Idee, ein Wirtshaus in Kleinraßberg zu betreiben. Auch alle seine fünf Söhne wurden Wirte, der Erstgeborene übernahm das Lokal des Vaters. Diese Tradition wurde fortgeführt. Mittlerweile gibt es den „Sutt’nwirt“ in der fünften Generation: Franz Reither, der Ur-Ur-Enkelsohn des Gründers, hat vor etwa 25 Jahren den Betrieb von seinem Vater Gottfried übernommen. Das war irgendwie selbstverständlich.

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Eine alte Ansicht des seit 1869 bestehenden Gasthauses in Raßberg.

„Wir waren immer ein Familienbetrieb“, erzählt der jetzige Wirtshausbetreiber. Höhen und Tiefen hat es gegeben, zwei Weltkriege und die Weltwirtschaftskrise hat das Wirtshaus überlebt. „Es war immer eine Anlaufstation und ein Kommunikationszentrum“, berichtet Franz Reither.

„Wir waren immer ein Familienbetrieb“

Ganz am Anfang war das Lokal Raststation für Pferde-Fuhrwerke, die über den Berg Richtung Murstetten mussten. Als die ersten Telefone aufkamen, konnten die Leute beim Wirten telefonieren. Als die ersten Fernsehgeräte aufkamen, konnten die Gäste gemeinsam fernsehen: „Da hat man sich zum Beispiel die Mondlandung im Wirtshaus angeschaut, oder in der Nacht Boxkämpfe“, schildert Reither.

Auch so mancher prominente Gast hat in dem Lokal an der B19 schon Station gemacht: Poltiker wie Robert Lichal oder Jörg Haider haben sich hier auf der Durchreise genauso gestärkt wie die Musiker Wolfgang Ambros, Lukas Resetarits oder Jazz Gitti. Auch Günther Schifter und Gerry Seidl sind schon eingekehrt im Hause Reither.

Das Gasthaus zum Sutt’nwirt zählt jedenfalls zu den ältesten Wirtshäusern in Neulengbach. Am 6. Oktober wird das 150-jährige Bestehen des Lokals gefeiert, und zwar mit einem Frühschoppen von 9 bis 14 Uhr.