Fast alle stimmten für Steinwender. Mit 17 von 18 möglichen Stimmen wurde Peter Steinwender (SPÖ) als Grünbacher Bürgermeister bestätigt. Der Wahl als Vizebürgermeister stellten sich Martin Bramböck (ÖVP) und Amtsinhaber Otto Schiel, Letzterer ging dabei als Sieger hervor.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 28. Februar 2020 (21:39)

Rund einen Monat nach der Gemeinderatswahl stellte der Grünbacher Gemeinderat am Freitagabend die Weichen für die neue Legislaturperiode: Unter großem Zuschauerinteresse wurden im Sitzungssaal sämtliche Ämter und Funktionen besetzt – darunter auch die des Bürgermeisters.

Der bisherige Amtsinhaber Peter Steinwender (SPÖ) wurde dabei mit überwältigender Mehrheit im Amt bestätigt – auf ihn entfielen 17 von 18 möglichen Stimmen (ein Gemeinderat fehlte bei der Sitzung). Mit Spannung war im Vorfeld vor allem das Abstimmungsverhalten der ÖVP erwartet worden. Der neue Fraktionssprecher Martin Bramböck erklärte, er habe seiner Fraktion freigestellt, Steinwender zu unterstützen oder nicht:

„Ich selbst werde Peter wählen“, kündigte er zuvor aber an – und betonte einmal mehr das „neue Miteinander“, mit dem er und seine Mannschaft angetreten seien und welches man nun auch realisieren wolle.

ÖVP schlug Bramböck als "Vize" vor

Weniger Einigkeit herrschte bei der Wahl des Vizebürgermeisters. Während die SPÖ den bisherigen „Vize“ Otto Schiel nominierte, lautete der Vorschlag von ÖVP-Gemeindeparteiobmann Harald Winkler, Martin Bramböck (ÖVP) zu wählen. Dies würde den „Willen des Wählers“ abbilden und ein „Arbeiten auf Augenhöhe“ ermöglichen, so Winkler. Schiel (SPÖ) erhielt schließlich zehn Stimmen, Bramböck acht. Letzterer gratulierte dem wiedergewählten „Vize“ übrigens per Handschlag als Erster. 

Die Anzahl der Gemeindevorstandsmitglieder wurde mit fünf festgelegt – der Antrag der ÖVP, die Anzahl auf sechs zu erhöhen, fand keine Zustimmung bei der Mehrheitspartei. Auch hier argumentierte die ÖVP mit dem „Wählerwillen“, ÖVP-Fraktionssprecher Otto Schiel verwies hingegen auf Mehrkosten von rund 30.000 Euro in der Periode und eine „Pattstellung, die Entscheidungen langwieriger machen könnte“, wie er argumentierte.

Zweiter Umweltgemeinderat stand zur Debatte

Einstimmig verliefen hingegen die übrigen Wahlen – auch jene, Ilse Teix (SPÖ) erneut zur Umweltgemeinderätin zu wählen. Der Vorschlag der ÖVP, mit Andreas Pinkl einen zweiten Referenten zu bestellen, sorgte schließlich auf Seiten der SPÖ für eine Überraschung. Fraktionssprecher Otto Schiel schlug schließlich vor, vorerst Teix zu wählen und über die Bestellung eines zweiten Umweltgemeinderates in der kommenden Gemeinderatssitzung zu beraten – was schließlich von allen goutiert und so angenommen wurde.

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