80 Stiere vor Flammentod gerettet. In und um Kienegg heulten am Dienstagabend die Sirenen. Grund dafür war ein gemeldeter Schuppenbrand.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 24. April 2019 (06:50)

Bereits auf der Anfahrt der ersten Feuerwehren war der Feuerschein am Nachthimmel kilometerweit sichtbar. Zu diesem Zeitpunkt stand ein Wirtschaftsgebäude eines Vierkanthofes auf zwei Flanken bereits in Vollbrand. 

Starker Wind, welcher immer wieder drehte und einen enormen Funkenflug sorgte, führte zu einem rasanten Ausbreiten der meterhohen Flammen. Das Feuer drohte auf das Wohnhaus und das Stallgebäude, in dem sich 80 Stiere befanden, überzugreifen. Ein umfassender Löschangriff von mehreren Seiten wurde von den Feuerwehreinsatzkräften gestartet.

Als größte Herausforderung stellte sich in der Anfangsphase der akute Wassermangel dar.. Aufgrund des ständig drehenden Windes und der starken Rauchentwicklung, waren die Löscharbeiten zum größten Teil nur unter schweren Atemschutz möglich.

Ein Übergreifen auf das Wohnhaus sowie den Stall konnte verhindert werden. Das Wirtschaftsgebäude, in dem sich landwirtschaftliche Arbeitsgeräte sowie Stroh befanden, brannte jedoch vollständig nieder. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Gegen 3 Uhr Früh konnte ein Großteil der Feuerwehren vom Einsatz abgezogen werden. Seitens der FF Kienegg wurde eine Brandwache organisiert. 

Die Brandursache sowie der entstandene Schaden sind noch unbekannt und Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Insgesamt standen 14 Feuerwehren mit 29 Fahrzeugen und 225 Mitgliedern im Einsatz. Weiters die Polizei und das Rote Kreuz zur Beistellung.