SPÖ-Abgeordneter besucht Betriebsrat von MM-Karton. Es war ein Paukenschlag für die gesamte Region, als die Firma Mayr-Melnhof ankündigte, ihren Standort in Hirschwang zu schließen. Hunderte Arbeitsplätze hängen an dieser Entscheidung. SPÖ-Landtagsabgeordneter Christian Samwald besuchte nun die Betriebsräte vor Ort und machte sich selbst ein Bild.

Von Tanja Barta. Erstellt am 18. September 2020 (14:34)
Betriebsratsvorsitzender von M&M-Karton Wolfgang Reiter im Gespräch mit SPÖ-Landtagsabgeordnetem Christian Samwald.
SPÖ/Bezirksorganisation Neunkirchen

Rund 130 Personen kämpfen derzeit mit Existenzängsten, nachdem MM-Karton angekündigt hatte, den Betrieb in Hirschwang mit Jahresende einstellen zu wollen.

"Ein erster Sozialplan seitens der Gewerkschaft und dem Betriebsrat wird derzeit ausgearbeitet. Der erste Entwurf seitens der Eigentümer ist für die Arbeitnehmervertreter nicht akzeptabel. Unser oberstes Ziel ist es, für unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer das Bestmögliche herauszuholen, was sie sich auch redlich verdient haben", erklärte Betriebsratsvorsitzender Wolfgang Reiter die Situation. Vergangenen Mittwoch fand zudem das erste Gespräch mit den Gewerkschaftsvertretern statt, bei dem man sich auf die ersten Verhandlungen mit der Betriebsführung vorbereitete.

"Ein Verlust für ganze Region"

Groß war der Schock auch bei SPÖ-Landtagsabgeordneten Christian Samwald, als er von der bevorstehenden Schließung erfuhr. "Nach Eintreffen der Hiobsbotschaft am 7. September war der erste Schock groß. Gefolgt von dem Gedanken, was dieses für die Mitarbeiter und ihre Familien betrifft. Die Schließung der MM-Karton Hirschwang ist ein schwerer Verlust für die ganze Region", so der Abgeordnete bei seinem Lokalaugenschein.

Nachdem das Land Niederösterreich bereits Kontakt zu den Eigentümern aufgenommen hatte, würde sich Samwald wünschen, dass auch der Kontakt zum Betriebsrat hergestellt wird. "Dieser weiß um die Bedürfnisse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am besten Bescheid. Es müssen ebenfalls alle Alternativen geprüft werden, ob manche Anlagen in einer anderen Form weiterbetrieben werden können", so Samwald.