Krebsspezialist setzt auf maßgeschneiderte Therapie. Onkologe Stefan Wöhrer setzt im Kampf gegen den Krebs und Nebenwirkungen von Medikamenten auf genetische Analysen und erzielt damit tolle Erfolge.

Von Christian Feigl. Erstellt am 16. Mai 2019 (04:20)
Feigl
Landesrätin Petra Bohuslav, accent-Geschäftsführer Michael Moll, Onkologe Stefan Wöhrer und ÖVP-Bgm. Herbert Osterbauer beim Besuch in der Ordination.

Der Krebsspezialist Stefan Wöhrer sorgt mit seinem medizinischen Startup „Permedio“, das in Neunkirchen am Spitz beheimatet ist, für Furore: Dabei handelt es sich um eine ärztliche Dienstleistung, die basierend auf genetischen Analysen die Wirkung und Nebenwirkungen von Medikamenten vorhersagen kann. Vor allem in der Krebstherapie ist das von unschätzbaren Wert, können nun Medikationen gegen die Krankheit maßgeschneidert und zielgerichtet eingesetzt werden.

„Unsere Analysen bringen die Behandlungsmaßnahmen exakt auf den Punkt, wir konnten damit schon sehr schöne Erfolge erzielen. Vor allem auch im fortgeschrittenen Stadium einer Erkrankung konnten die Lebenserwartungen auf das Fünffache erhöht werden“, erzählt der Mediziner. Auch Steve Jobs, der an einer Krebserkrankung verstorbene Apple-Gründer, habe auf diese Anwendungsmöglichkeit zurückgegriffen und so sein Leben um einige Jahre verlängert. Notwendig ist für die Analyse nur ein Abstrich der Mundhöhle. Allerdings ist diese privat zu bezahlen und kann je nach Aufwand bis zu 1.800 Euro kosten.

Jury des riz-up Genius Awards überzeugt

Aber Wöhrers „Zentrum für personalisierte Medizin“ nimmt sich auch dem Thema der Medikamentenverträglichkeit an. „Unerwünschte Nebenwirkungen sind die vierthäufigste Todesursache. Mit unserer Analyse ist es einem Patienten möglich, zu erkennen, welche Medikamente für seine Behandlung für ihn besonders geeignet sind, welche voraussichtlich Beschwerden verursachen oder bei welchen Nebenwirkungen auftreten können.“

Das Start-up konnte mit seiner Idee, die bei der Umsetzung und Gründung vom accent-Gründerservice tatkräftig unterstützt wurde, auch die Jury des riz-up Genius Awards 2018 überzeugen und in der Kategorie „Technologie“ den ersten Platz erreichen.