Gemeinde gegen Steinbruch-Plan. Nachdem die Firma Holzgethan im Gemeindegebiet einen Steinbruch eröffnen wollte, stemmten sich die Bürger gegen die Idee.

Von Tanja Barta. Erstellt am 24. September 2019 (05:10)
Archiv
ÖVP-Bürgermeister Hans Lindner spricht sich gegen den Steinbruch aus.

Die Verwunderung war groß, als die Bürger der Marktgemeinde erfuhren, dass in Scheiblingkirchen ein Steinbruch entstehen soll. Im Rahmen einer Infoveranstaltung wurde die Kritik an dem Projekt immer lauter. Für ÖVP-Bürgermeister Hans Lindner sowie den gesamten Gemeinderat Grund genug, um die Notbremse zu ziehen.

Lärm, Staub und eventuelle Verkehrsbelastung lagen den Bürgern im Magen, wenn es um das Thema Steinbruch ging. Die Marktgemeinde ist im Besitz eines besonders guten Kalksteins, der nach einer Idee der Firma Holzgethan abgebaut werden sollte. Die Steine könnten dann unter anderem auch für den Hochwasserschutz verwendet werden. Vielen Scheiblingkirchnern war dieser Grund aber zu wenig. Ein Großteil der Bürger, die bei der Infoveranstaltung im Gemeindeamt waren, sprach sich ganz klar gegen den Steinbruch aus.

Nun lag es an der Gemeinde selbst, ob es bei der Projektplanung – eingereicht wurde noch nichts – überhaupt noch weitergehen soll. „Bei der zweiten Infoveranstaltung war mir innerlich klar, dass wir so nicht weitermachen können“, erzählt ÖVP-Bürgermeister Hans Lindner der NÖN am Telefon. Deshalb hat er nun die Notbremse gezogen.

„Wir haben uns dann im Gemeindevorstand sowie mit allen Fraktionen besprochen und sind zum Schluss gekommen, dass sich die Gemeinde Scheiblingkirchen ganz klar gegen das Projekt stellen wird“, so Lindner. Die Firma Holzgethan wollte sich zum Thema nicht äußern.

Es müssen allerdings noch die Werte der Steinproben abgewartet werden. Ab einem bestimmten Grenzwert entscheidet der Bund über den Steinbruch.