Neunkirchen: Scharmützel nach Vize-Sager. Weil Grüne-Vizestadtchef Johann Gansterer den Beleidigten spielte, ging die SPÖ im Internet mit ihm hart ins Gericht.

Von Christian Feigl. Erstellt am 03. Juli 2020 (05:34)
Vizebürgermeister Johann Gansterer pflichtet dem Stadtchef bei. Sehr wohl unterstütze man die Vereine der Stadt im Rahmen des vorgestellten "Corona-Hilfspakets".
Grüne

Es war eine Aussage in einem NÖN-Onlineartikel von Grüne-Vizebürgermeister Johann Gansterer, der die Wogen bei der SPÖ hochgehen ließ. Nachdem diese den Alleingang der Stadtregierung beim Corona-Hilfspaket kritisiert hatte, meinte Gansterer in einer Reaktion, dass er diesbezüglich nicht der richtige Ansprechpartner sei, weil ihn ja die SPÖ bei der Wahl zum Vize auch nicht unterstützt habe. Eine Begründung, die auf Facebook zu einem Schlagabtausch führte.

In die Offensive ging dabei Stadträtin Andrea Kahofer: „Wie kindisch ist so eine Aussage. Für mich zeugt das nicht wirklich von Größe.“ Es ginge nicht um Gansterers Befindlichkeiten, sondern um die Gemeinde, die Unternehmen und die Menschen in der Stadt.

Schützenhilfe gab es von ihrer Gemeinderatskollegin Gerlinde Metzger: „Ich erwarte mir von einem Vizebürgermeister mehr als beleidigtes, trotziges und kindliches Verhalten.“ Er solle für alle da sein.

Und auch Gansterer selbst meldete sich zu Wort: „Entschuldige, aber mich nicht wählen, mir über die Medien auszurichten, ich wäre bei einem Herzensanliegen von mir noch in den Windeln gelegen und dann noch erwarten, dass ich als Vertrauensperson und Anwalt der SPÖ in der Regierungskoalition fungiere, ist wohl ein wenig viel verlangt“, spielte er auch auf den Spielplatz-Disput in der Schillergasse an.