Streit um Bürgermeistersessel. Bisheriger SPÖ-Vizebürgermeister Martin Rauckenberger möchte Platz von SPÖ-Ortschef Michael Streif einnehmen. Dieser will sich allerdings zur Wehr setzen.

Von Tanja Barta. Erstellt am 26. Februar 2020 (16:42)
Tanja Barta/Gemeinde

Es sind 25 Vorzugsstimmen, die in Schwarzau im Gebirge einen Streit um das Amt des Bürgermeisters entfachen ließen. Der bisherige Vizebürgermeister Martin Rauckenberger (SPÖ) bekam bei der Gemeinderatswahl am 26. Jänner 122 Vorzugsstimmen, Michael Streif, der bisherige Ortschef, allerdings nur 97.

„Wegen dieser Stimmen bin ich bei der Berechnung mit den Wahlpunkten auf Platz eins unserer Liste gerutscht. Die Bürger haben so gewählt“, begründet Rauckenberger seinen Anspruch. Völlig unverständlich zeigt sich Michael Streif. „Er hat bei der Wahl eigene Stimmzettel ausgeteilt“, so der bisherige SPÖ-Bürgermeister, der sein Amt auf keinen Fall aufgeben möchte.

Fraktionssitzung soll entscheiden

Wer bei der konstituierenden Sitzung Anfang März dann tatsächlich als Bürgermeisterkandidat aufgestellt wird, entscheidet sich diesen Freitagabend, 28. Februar, in einer SPÖ-Fraktionssitzung.

„Hier wird der neue Fraktionsleiter gewählt und das bin dann hoffentlich ich“, so Streif. Bisher hat diese Rolle Martin Rauckenberger übernommen. Was passiert, wenn sich die Partei gegen Streif stellen sollte? „Dann werde ich aus der Partei austreten und natürlich all meine politischen Funktionen zurücklegen“, stellt er klar. Der bisherige Vize Rauckenberger möchte die Sitzung erst abwarten, bevor er seine weiteren Schritte ankündigt.