Standing Ovations für Altbürgermeister und Nachfolger. Eine lange Personaldebatte endete am heutigen Donnerstagabend mit der Neuwahl des Semmeringer Bürgermeisters. Horst Schröttner (ÖVP) verabschiedet sich nach insgesamt fünfzig Jahren Gemeindepolitik und fünfzehn Jahren als Bürgermeister. Zu seinem Nachfolger wurde Hermann Doppelreiter (ÖVP) gewählt.

Von Tanja Barta. Erstellt am 20. Februar 2020 (20:46)

"Für mich geht heute eine Zeitreise zu Ende", mit diesen Worten eröffnete Ex-Bürgermeister Horst Schröttner die konstituierende Gemeinderatssitzung am Semmering.

Seit 1970 saß er im Gemeinderat, 2005 übernahm er die Führung der Ortspolitik. "Es ist eine schöne Aufgabe für die Gemeinde Semmering zu arbeiten. Ich freue mich, dass so viele Junge angetreten sind und jetzt hier sitzen", so Schröttner in Richtung der 15 Gemeinderäte. 

"Es erfüllt mich mit Stolz!"

Genau diese wählten am heutigen Donnerstag einen neuen Bürgermeister. Mit 14 von 15 Stimmen (ein Zettel blieb leer, Anm.) wurde Hermann Doppelreiter (ÖVP) an die Spitze der Gemeindepolitik gewählt.

Er freut sich auf die neue Aufgabe: "Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht. Und es erfüllt mich mit Stolz, dass ich diese Aufgabe übernehmen darf. Denn ich bin nicht der erste Doppelreiter als Bürgermeister", reist der neue Ortschef etwas in die Vergangenheit. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts sowie in der Kriegszeit saß ein Doppelreiter am Bürgermeistersessel. "Und zwei Blutsverwandte, darunter Horst Schröttner, waren ebenfalls Bürgermeister", erzählt Doppelreiter in seiner Antrittsrede.

Mit seinem neuen Team möchte er nun viele Projekte im Ort umsetzen und sich neben den Betrieben am Zauberberg für die Bevölkerung sowie Privatpersonen einsetzen. 

Neues Team bei SPÖ

Zu hundert Prozent hat sich das Personal bei den Sozialdemokraten am Semmering geändert. Gerald Vogel und Andreas Neulinger sind nicht mehr vertreten. An ihrer Stelle sitzen nun Monika Berger und Thorsten Besenböck. 

Mehr über den gesamten Gemeinderat sowie allen neuen Gesichtern gibt es in der nächsten Printausgabe der NÖN Neunkirchen.