Chefwechsel in der Ternitzer Stadtgalerie. Gerhard Hainfellner gibt die Leitung der Galerie im Ternitzer Herrenhaus mit 1. April an Sonja Stickler ab.

Von Johannes Authried. Erstellt am 20. Februar 2020 (04:11)
Gerhard Hainfellner verabschiedet sich nach 22 Jahren, Sonja Stickler übernimmt ab 1. April.
Authried

Gerhard Hainfellner verabschiedet sich nach 22 Jahren.
NOEN

Nach 22 Jahren und beachtlichen 133 Ausstellungen beendet Gerhard Hainfellner (62) Ende März seine Tätigkeit als freiberuflicher Galerist in der Stadtgalerie des Herrenhauses in Ternitz. „Ich gehe mit 1. April in die Pension und damit war für mich klar, dass ich auch die Galerie als Kurator beende“, so Gerhard Hainfellner.

Begonnen hat alles mit Kurt Fuss, der die erste Ternitzer Galerie, die Galerie Phönix, ins Leben rief. Da durfte Hainfellner mitarbeiten und das hat bei ihm das Kunstinteresse geweckt. „Kurt Fuss verstarb plötzlich und ich musste die drei bereits von ihm organisierten Ausstellungen übernehmen und durchführen.“ Das war 1998 der Start als Galerieleiter in der damals neuen Galerie im alten Herrenaus.

„Ich war ganz überrascht und konnte es fast nicht glauben“

In seiner Zeit besuchten 47.346 Gäste die Ausstellungen mit Hermann Nitsch, Christian Ludwig Attersee, Robert Hammerstiel, Sigi Schenk, Kurt Ingerl, Ernst Insam, Arik Brauer, Ernst Fuchs, Karl Korab, Goldammer, Adolf Frohner, Wolfgang Hutter und Josef Bramer. „Nicht zu vergessen die zahlreichen jungen Künstler, die mittlerweile in renommierten Sammlungen wie Albertina, Essl und Leopold vertreten sind“, so Hainfellner.

Bei der letzten Vernissage (Fotoausstellung von Werner Schuster) machte es SPÖ-Kulturstadtrat Peter Spicker öffentlich und präsentierte den Vernissagegästen die neue Galerieleiterin.

Sonja Stickler übernimmt ab 1. April.
Authried

Ab 1. April wird die Ternitzer Künstlerin Sonja Stickler die Agenden übernehmen. „Gerhard Hainfellner hat mich vor circa einem Jahr gefragt und ich war ganz überrascht und konnte es fast nicht glauben“, freut sich Sonja Stickler über ihre zukünftige Arbeit.

Stickler ist schon mitten in der Organisation und hat bereits für heuer und 2021 die Künstler im Programm. Von ihrer Seite aus wird es keine Änderungen in Sachen Künstler, Ausstellungs-Stil und Kunstart geben. „Die Galerie hat die Linie, dass sie keine Vorurteile hat. Es muss gemischt sein und das finde ich toll“, so Sonja Stickler. Ihr Ziel ist es, junge, noch unbekannte Künstler nach Ternitz zu bringen.

Start ist im April, wo Stickler die Künstlerin Greta Znojemsky aus Reichenau in der Galerie begrüßen wird.