Zwei Silberne für Niederösterreich. Magdalena Lederbauer aus Kaltenleutgeben, Absolventin der Sir Karl Popper Schule in Wien, wiederholte ihren Erfolg vom Vorjahr, auch wenn Bewerb heuer online stattfand. Maximilian Spitaler aus Hollabrunn errang ebenfalls eine Silbermedaille.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 04. August 2020 (15:28)
Maximilian Spitaler (Silber), Lukas Rost ( Bronze), Magdalena Lederbauer ( Silber), Maciej Swiatek (Bronze).
Wolfgang Faber

Österreich errang vier Medaillen bei der Internationalen Chemieolympiade (IChO). Der Wettbewerb hätte eigentlich in Istanbul stattfinden sollen, wurde allerdings aufgrund der Pandemie in eine Online-Prüfung umgewandelt. Der fünfstündige Theoriewettbewerb wurde unter Videoüberwachung in den eigenen vier Wänden geschrieben. 235 Schülerinnen und Schüler aus 60 Nationen traten auf diese Weise gegeneinander an.

Von 485 Teilnehmer/innen der ersten Stufe qualifizierten sich 31 für die Stufe zwei. Mit Online-Vorlesungen, einer eigenen Moodle-Lernplattform und vor allem viel eigenständiger Arbeit machten sie sich mit Fragen der Chemie vertraut, die man nicht in der Schule lernt. „Es lag uns viel daran, dass chemiebegeisterte Schüler trotz Pandemie ihr Wissen mit dem ihrer internationalen Kollegen messen konnten und nach einem Jahr intensiver Vorbereitung ihre großartigen Leistungen unter Beweis stellen konnten“, begründet Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Chemischen Industrie die Unterstützung.

Magdalena Lederbauer (Wien/NÖ) konnte ihren Sieg vom Vorjahr wiederholen. Maximilian Spitaler, ein Schüler aus Hollabrunn, NÖ wurde zweiter und kommentiert: „Meine Freude war groß, denn so blieb die monatelange Vorbereitung des vergangenen Schuljahrs nicht unvollendet und konnte auch trotz räumlicher Trennung einen Abschluss finden.“

Bronze ging  an Maciej Swiatek (Wien) und Lukas Rost (NÖ).

Für Magdalena Lederbauer geht übrigens ein Traum in Erfüllung: Sie wird an ihrer Wunschuniversität, der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich, ab Herbst Chemie studieren.

Vorbereitet hat sich Magdalena mit jenen Aufgaben, die schon im Frühjahr für die internationale Chemieolympiade veröffentlicht werden. „In diesem Jahr lagen etwa spezielle ‚pericyclische‘ organische Reaktionen, Elektrochemie und Spektroskopie besonders im Fokus. Diese habe ich, als ein physischer Bewerb noch angenommen wurde, durchgearbeitet. Während der Vorbereitungszeit gab es Vorlesungen und Übungen des Bundeswettbewerb-Teams, sowie autonomes Üben, das nicht zuletzt unter diesen Umständen wichtig ist. Außerdem lese ich gerne und viel und beschäftige mich mit Freude mit der Chemie“, sagt Magdalena. Jetzt überraschte sie eine besondere Nachricht: Sie hat bei den Dr. Hans-Riegel-Fachpreisen den ersten Preis in Chemie gewonnen. Der Preis zeichnet Vorwissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Informatik, Mathematik, Chemie, Physik und Geographie aus und wird von verschiedenen Universitäten/Bildungsienrichtungen verliehen. Sie schrieb ihre Arbeit über die Ionischen Flüssigkeiten, die sie auch im Internet in einem Video präsentierte.
https://www.hans-riegel-fachpreise.com/
https://studieren.univie.ac.at/studienangebot/dr-hans-riegel-fachpreise/