Rotes Kreuz testet "Telenotarzt" . Mit dem Projekt "Telenotarzt" will das Rote Kreuz Niederösterreich eine noch schnellere notfallmedizinische Versorgung bei Rettungseinsätzen gewährleisten.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 24. November 2020 (14:19)
Rotkreuz-Chefarzt Berndt Schreiner (li.) präsentiert das technische Equipment.
RK NÖ / F. Schodritz

Ein Arzt wird dabei laut einer Aussendung vom Dienstag bei Bedarf mittels Datenbrille zugeschaltet und kann so mit dem jeweiligen Sanitäter kommunizieren. Über eine auf der Brille montierte Kamera hat der angeforderte Mediziner zudem einen Blick auf das Geschehen.

In den vergangenen Wochen wurden bereits bei acht Gelegenheiten erste Erfahrungen mit dem neuen System gemacht. "Die Auswertungen dieser Einsätze zeigen sowohl die positiven Rückmeldungen der Beteiligten auf als auch die bestehenden Herausforderungen in der Technik, die nun weiterentwickelt wird", berichtete die Organisation. Ziel sei es, dass nichtärztliches Rettungspersonal am Einsatzort in Echtzeit mit dem Telenotarzt kommunizieren könne.

v.l.n.r.: Alexander Hönel (Ethiker), Josef Schmoll (Rotes Kreuz NÖ), Max Wudy (Ärztekammer NÖ), Christof Constantin Chwojka (144 Notruf Niederösterreich), Maria Pechter-Parteder (Patientenanwaltschaft) und Berndt Schreiner (Rotes Kreuz NÖ)
RK NÖ / F. Schodritz

"Telemedizin wird bereits in vielen Bereichen eingesetzt, bis dato in Österreich aber noch nicht im Bereich des Rettungsdienstes", so die Projektleiter Berndt Schreiner und Christoph Rötzer. Auch der Datenschutz werde nicht vernachlässigt: Der Notfallpatient oder dessen Angehörige würden jedenfalls vor der Zuschaltung des Telenotarztes aufgeklärt und um Einwilligung gebeten.