2020 setzt Extremwerte des Vorjahres fort . Aktueller Klimastatusbericht für Österreich zeigt: langanhaltende, gleichbleibende Wetterlagen führen zu extremen Wettersituationen und in Folge zu Klimaschäden in Millionenhöhe.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 27. Mai 2020 (16:22)
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Von vovan, Shutterstock.com

Klimaforscher zeigen mit dem aktuellen Klimastatusbericht, der jährlich im Auftrag des Klima- und Energiefonds und der Bundesländer erstellt wird, auf: In Österreich herrschen ungewöhnlich lang anhaltende Wetterlagen – es ist entweder dauerhaft zu trocken und zu warm oder zu lange kalt und nass. Für 2019 bedeutete das konkret: erneut ein Rekordhitzejahr, erneut hat zu viel Niederschlag zu Überschwemmungen und Muren geführt. Und erneut mussten Schäden in Millionenhöhe aufgrund des Klimawandels in Kauf genommen werden.

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler: „Der Bericht zeigt deutlich: Wir müssen im Kampf gegen die Klimakrise rasch und konsequent handeln. Schon jetzt sehen wir die drastischen Auswirkungen – Trockenheit, Ernteausfälle und Naturkatastrophen. Darum werden wir gerade jetzt Geld in die Hand nehmen und investieren. Damit wir die Weichen in Richtung Zukunft stellen. Für sichere Arbeitsplätze und wirksamen Klimaschutz.“

„Die Warnungen der Wissenschaft ernst zu nehmen, hat aus aktuellem Anlass an Bedeutung gewonnen. Der Klimawandel mit dem viel zu trockenen und warmen Frühling 2020 und das vergangene Rekordhitzejahr, das gleichzeitig auch von anhaltenden starken Niederschlägen geprägt war, führt schon jetzt zu viel zu hohen Kosten.“ So LH.Stv.in Ingrid Felipe, Vorsitzende der Landesklimaschutzreferent*Innenkonferenz stellt fest, dass gerade jetzt vorausschauend und proaktiv klimaaffine Investitionen getätigt werden sollen, damit die Widerstandsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft gestärkt werden. „Der Klimastatusbericht liefert dazu wertvolle Basisdaten für die einzelnen Bundesländer.“

Der jährlich erscheinende Klimastatusbericht Österreich wird im Auftrag des Klima- und Energiefonds sowie aller neun Bundesländer durch das Climate Change Centre Austria (CCCA) in Zusammenarbeit mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) und der Universität für Bodenkultur (BOKU) erstellt. Klima- und Energiefonds Geschäftsführer Ingmar Höbarth: „Der Bericht zeigt den Zusammenhang zwischen extremen Wetterereignissen und dem Klimawandel in Österreich. Wir bieten damit eine wertvolle Datenbasis für Entscheidungen in Politik und Wirtschaft.“