Weitere Flüge für Personenbetreuerinnen geplant. Am Montag landeten 231 Personenbetreuer in Schwechat. Sie sind zurzeit in Quarantäne. Wenn diese nach Ostern vorbei ist, können andere Betreuerinnen nach Hause fliegen.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 04. April 2020 (16:51)
In Niederösterreich kümmern sich rund 18.000 24-Stunden-Betreuer um Menschen, die Betreuung benötigen. Durch die aktuellen Einschränkungen beim Reisen ist der sonst übliche Wechsel zwischen den Betreuern alle paar Wochen seit einiger Zeit beeinträchtigt. Daher lässt die Wirtschaftskammer NÖ Personenbetreuer ein- und auch wieder ausfliegen.
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231 Personenbetreuer hat die Wirtschaftskammer NÖ mit Unterstützung des Landes NÖ, in Abstimmung mit dem Außenminister, der Polizei und vielen weiteren Stellen dank einer Sondergenehmigung nach Niederösterreich einfliegen lassen.

Seit einigen Tagen befinden sich die 24-Stunden-Betreuerinnen mittlerweile schon in ihrem Quarantäne-Hotel. Jeweils zwei oder drei Betreuer sind in einem Zimmer untergebracht, bleiben nur auf diesem Zimmer und haben nur Kontakt zueinander - nicht zu den Betreuern anderer Zimmern.  

Morgens gehen sie einzeln zum Frühstücks-Buffet, mittags liefert ein Caterer die fertig abgepackten Mittagessen–Portionen usw. Kurz Luft schnappen ist am Areal des Quarantäne-Hotels möglich. „Sie sind zufrieden. Es funktioniert sehr gut“, hat sich der Organisator dieser Aktion, Robert Pozdena, Obmann der Fachgruppe Personenberatung und Personenbetreuung der Wirtschaftskammer NÖ, schon erkundigt.

Betreuerwechsel und neue Flüge nach Ostern

Am 14. April wird die Quarantäne, die die Betreuerinnen aufgrund der aktuellen Reisebestimmungen einhalten müssen, vorbei sein. Dann können sie  als Betreuer eingesetzt werden und andere Personenbetreuer ablösen, die teilweise nun schon sehr lange im Einsatz waren.

Damit diese nach Hause können, wird es am 15. April erstmals auch zwei Flüge von Österreich nach Rumänien geben. Zwei Flugzeuge fliegen nach Timisoara und dann – mit neuen Personenbetreuern an Bord - wieder zurück nach Österreich. Ob es überhaupt genug Menschen gibt, die in Coronazeiten nach Österreich fliegen, die Quarantänezeit mitmachen und dann als Personenbetreuer arbeiten wollen?  „Wir haben über 600 Anfragen aus Rumänien", betont Pozdena.