Mit Hunderten Kilos gegen die Konkurrenz. Riesenkürbiszüchter Franz Mathias aus Oberkreuzstetten ist bereit für die Meisterschaft.

Von Teresa Sturm. Erstellt am 02. Oktober 2018 (02:44)
privat
Franz Mathias

Zwölf bis dreizehn Kilo kann er am Tag schwerer werden. „Das find’ ich am spektakulärsten“, sagt Franz Mathias, der seit mehreren Jahren Riesenkürbisse züchtet. Nun steht für den Doppelstaatsmeister wieder die Kürbismeisterschaft an.

„Das ist wirklich faszinierend, wenn man beim Wachsen zuschauen kann“, sagt der 25-Jährige voller Freude. Alle zwei bis drei Tage deckt der Züchter den Kürbis ab, um nachzusehen, ob alles in Ordnung ist: „Dann ist er wieder um ein Eck größer. Das ist ein enormes Wachstum.“ Doch jetzt, so kurz vor der Ernte, könne er nicht mehr viel machen, außer zuzuwarten.

Von Züchter zu Züchter weitergegeben

Mathias ist in Oberkreuzstetten, Bezirk Mistelbach, aufgewachsen. Er hat die Fachschule für IT absolviert und arbeitet am Finanzamt. Schon als er klein war, hat er Kürbisse angebaut: „Ich war schon immer vom Kürbis fasziniert.“

2011 hat er Kerne online bestellt und so seine Karriere als Riesenkürbiszüchter begonnen. Die „richtigen Kerne“ würden aber von Züchter zu Züchter weitergegeben werden: „Die kann man nicht im Baumarkt kaufen.“

Gleich im ersten Züchterjahr zog er einen 307 Kilogramm schweren Kürbis. Damit der so groß wird, braucht man nicht nur Zeit und Geld. „Viele Puzzlesteine müssen für das Gesamtpaket passen. Das Wetter und der Boden etwa. Die Pflanze muss außerdem gesund bleiben“, erklärt Mathias. „Da ist schon Glück dabei. Man muss schauen, dass es der Pflanze gut geht, dann trägt sie auch eine große Frucht!“

Es sind nur zwei Kürbispflanzen, von denen die Riesenkürbisse stammen, aber die brauchen immerhin zwei Mal 80 Quadratmeter. Vor der Meisterschaft Anfang Oktober wird der Kürbis geerntet und mit Hebegeschirr auf eine Palette gelegt, um ihn dann gegen die Konkurrenz zu wiegen.

Ob er sein zeitintensives Hobby auch 2019 noch betreibt, weiß Mathias noch nicht. „Es nur so nebenbei zu machen funktioniert nicht wirklich und es macht mir schon noch immer sehr Spaß“, hört sich Mathias noch nicht ganz nach letzter Kürbiszucht an.

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