„Ich habe immer schon groß gedacht“ . Der Wolfsgrabner Julian Döring plant mit 25 Jahren die Events der größten Disco Österreichs.

Von Martin Möser. Erstellt am 28. August 2018 (00:49)
Christian Krutis
Julian Döring

Events mit den Chainsmokers, Timmy Trumpet und anderen DJs sind für ihn normal; denn das ist sein Job in der größten Disco Österreichs – Prater Dome. Während andere längst schlafen, beginnt für Julian Döring erst die richtige Arbeit: Er plant und betreut Events und pflegt Kontakte zur internationalen DJ Szene.

Anfänglich arbeitete der 25-Jährige aus Wolfsgraben, Bezirk St. Pölten, in einem Hotel als Kellner. Dort war er aber nicht zufrieden und bildete sich von zu Hause aus weiter: „Ich schaute viel YouTube und beschäftigte mich intensiv mit Marketing. Einen Kurs dazu habe ich aber nie belegt“, erzählt der Eventmanager. Begonnen hat alles damit, dass er Flip Capella, ein niederösterreichischer DJ und „Energy“-Radio-Host, eine E-Mail geschrieben hat, mit Verbesserungsvorschlägen im Hinblick auf seine Vermarktung:

„Ich fand Flip immer cool, aber ich will es mit meinen Ideen immer noch etwas cooler machen.“ Tatsächlich war das der Beginn einer langen Freundschaft und der Einstieg in die Event-Szene. Am Anfang war es für ihn schwierig, Events zu planen, da ihm die Erfahrung fehlte, daher gab es auch kleine Misserfolge.

"Es ist schon stressig"

Dennoch war aufgeben für ihn nie eine Option und er lernte aus seinen Fehlern. Seine Eltern waren zu Anfang etwas skeptisch und hatten Angst, er würde mit Drogen in Berührung kommen. „Sie haben aber sehr schnell verstanden, dass es dennoch ein Business ist und professionell betrieben wird und Drogen: Nein danke!“ Dass er in Wien und nicht in Niederösterreich arbeitet, ist leicht erklärt: „Ich habe immer schon groß gedacht und wollte internationale DJs buchen, das ist in der größten Disco Österreichs am einfachsten.“

Im Sommer unterstützt er Festivals beim Buchen von Star- DJ’s: etwa in Kroatien in Zrce. Während des Interviews vergehen keine fünf Minuten, in denen sein Handy nicht läutet, „Es ist schon stressig, mittlerweile komme ich aber gut zurecht damit.“ Seiner Freundin ist er sehr dankbar: „Ohne ihre Unterstützung würde es gar nicht funktionieren.“

Nicht nur im Job denkt er international, sondern auch beim Tierschutz: Gemeinsam mit seiner Mutter und seiner Tante rettet er Tiere aus Griechenland von der Straße und vermittelt sie. „Wir konnten schon mehr als 100 Tiere retten. Einige leben jetzt in unserer Nachbarschaft in Wolfsgraben“, erzählt Döring stolz.

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