ORF: Das Landesstudio in der Isolierstation. Das ORF-Zentrum am Wiener Küniglberg hat sich schon isoliert. Das Landesstudio am St. Pöltner Radioplatz ist heute, Mittwoch, an der Reihe. Und wird als Ganzes zur Isolierstation - mit 16 Mitarbeitern und für zwei Wochen (vorerst).

Von Michaela Fleck. Erstellt am 25. März 2020 (10:05)
Ab heute, Mittwoch, Abend für die nächsten zwei Wochen isoliert: das ORF-Landesstudio NÖ in St. Pölten.
ORF NÖ

"An sich sind wir ja ein Open House!" sagt der Chefredakteur. Und sperrt, gemeinsam mit seinem Landesdirektor und dem ganzen Team, doch die Türen zu. Denn: Ab heute, Mittwoch, Abend wird das ORF-Landesstudio NÖ zur Isolierstation. Und zwar gleich das ganze Haus. 

"Das ist jetzt der sicherste Weg", meint Robert Ziegler. Schon in der vergangenen Woche habe man das Haus in zwei Zonen und zwei Teams geteilt. Jetzt gehe "der gesamte ORF einen Schritt weiter", erst die "Zeit im Bild" am Küniglberg, dann die Landesstudios. Für Niederösterreich heißt das: "Wir ziehen mit einem 16-köpfigen Kern-Team aus TV- und Radio-Moderatoren, Redakteuren und Technikern ein. Und bleiben zwei Wochen", erklärt der Chefredakteur. Als "Niederösterreich heute"-Moderator komme Werner Fetz zum Einsatz. Er, Ziegler, bleibe zwar draußen. In seinem Büro stehe aber schon ein Feldbett, "von der Feuerwehr, die haben uns gleich geholfen". 

In der Portiersloge wird es einen Schleusenwart geben, der übernehme das Essen, das in der Früh und zu Mittag gebracht werde. Und natürlich würden auch alle, die jetzt in die Isolierstation ziehen, vorher "durchgecheckt". Ansonsten habe jeder ein Einzelbüro, "Platz haben wir ja genug". Die Online-Abteilung sei auch weiterhin im Home Office, die Fernsehreporter auch weiterhin im Land unterwegs - "mit Tonangeln, die zwei Meter Abstand halten". Geschnitten wird im Schnittbus oder dann im isolierten Landesstudio. Das Funkhaus selbst könne "niemand" betreten.

Worum es bei all dem gehe? "Der ORF ist jetzt der Informationslieferant. Wir merken das an den Einschaltquoten, auch im Bundesland. Und daher ist es für uns am wichtigsten, dass unsere Sendefähigkeit aufrecht erhalten wird. Alles andere wäre ein dramatisches Signal!" 

Zwei Wochen bleibt das St. Pöltner Funkhaus vorerst in der (Selbst-)Isolation, "dann sehen wir weiter. Ich hätte jedenfalls schon ein zweites Team, das sich für die nächsten zwei Wochen gemeldet hat", meint Robert Ziegler.