Der 19. Mai wird Tag der Regionalkultur. Die Landeshauptfrau verkündet einen jährlichen Festtag im Zeichen der regionalen Kultur und weist auf Schulungsangebote für Covid-Beauftragte hin.

Von Stefanie Marek. Erstellt am 14. Mai 2021 (15:26)
Martin Lammerhuber, Geschäftsführer der Kultur.Region.Niederösterreich, Hermann Dikowitsch, Leiter der Abteilung Kunst und Kultur beim Amt der NÖ Landesregierung, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Peter Höckner, Obmann des NÖ Blasmusikverbandes (v.l.)
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Bei einer Pressekonferenz heute, Freitag, im St. Pöltner Landhaus läuteten Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), Martin Lammerhuber, Geschäftsführer von Kultur.Region.Niederösterreich und NÖ-Blasmusikverbandsobmann Peter Höckner die lang ersehnten kulturellen Öffnung kommende Woche ein.

Die Landeshauptfrau erklärte den bevorstehenden 19. Mai zum „Hoffnungstag“, er soll auch in Zukunft als „Tag der Regionalkultur“ feierlich begangen werden. Dabei sollen alle 20.000 Vereine in Niederösterreich im Mittelpunkt stehen. Zu ungewöhnlichen Zeiten (wie etwa vor oder nach der Arbeit) und an ungewöhnlichen Orten (wie Einkaufszentren und Busparkplätzen) werden landesweit kleine Events stattfinden, mit denen man den Menschen Regionalkultur näherbringen wolle, so Martin Lammerhuber. Von den Musikschulen bis hin zu den Museen soll es ebenfalls bestimmte Aktionen geben. „Dieser Tag soll Mut machen“, sagt Lammerhuber. „Es soll auch in Zukunft ein Tag des Innehaltens und Zurückdenkens sein.“

Schulungen für Covid-Beauftragte

Die vielen regionalen Kulturveranstaltungen in Niederösterreich sind mitunter nur durch die rund 100.000 Ehrenamtlichen möglich. „Ehrenamtliche sind die kulturellen Nahversorger Niederösterreichs“, sagt die Landeshauptfrau und bedankt sich bei diesen.

Am wichtigsten sei der sichere Ablauf der Veranstaltungen in den nächsten Wochen, so die Landeshauptfrau. Die Plattform „Service Freiwillige“ ist eine zentrale Anlaufstelle für Kulturschaffende, wenn es um Fragen rund um das Thema Veranstaltungssicherheit geht. Bestandteil aller Sicherheitskonzepte sind die Covid-Beauftragten. Für sie gibt es spezielle Schulungen, die vom Roten Kreuz in Kooperation mit der Plattform Service Freiwillige angeboten werden. Bisher haben bereits 440 Personen an Online-Schulungen teilgenommen. Ein Engpass beim Angebot wird nicht befürchtet, 3000 weitere Plätze stehen zur Verfügung.

Regionalkultur steht in den Startlöchern

Für Vereine, Blasmusik oder Chöre gibt es ab 19. Mai endlich Öffnungsschritte. Mit Abstand können nun auch die Volkstanzgruppen wieder proben, mit Körperkontakt nur diejenigen, die im Familienverbund leben. Chormitglieder müssen ebenfalls Abstand zueinander halten, während des Singens darf die Maske abgenommen werden. Zur Einhaltung aller Maßnahmen ist man jedenfalls bereit. Denn: „Wir brauchen die Proben“, sagt Peter Höckner, Obmann des Blasmusikvereins Niederösterreich. 

Die 500 Musikkapellen im Bundesland mit über 26.000 Musikern und Musikerinnen fiebern auf die Trotz allem sei noch Vorsicht geboten, so Höckner. Man werde in größeren Gruppen draußen, in Veranstaltungszentren und Hallen üben, wo der Abstand eingehalten werden könne. Er ist zuversichtlich, dass im Sommer weitere Lockerungen kommen und das Proben auch bald wieder in den regulären Proberäumen möglich sein wird.