Countdown für Mega-Event. Am Donnerstag startet Niederösterreichs größtes Festival in St. Pölten. In der 15. Auflage soll es nicht nur viele Weltstars, sondern auch mehr Komfort und Kulinarik geben.

Von Gerti Süss. Erstellt am 17. August 2015 (06:12)
NOEN, Foto: Brückmüller / NÖN
Mittlerweile dürften sich die St. Pöltner schon an den Anblick gewöhnt haben: Tausende vollgepackte Jugendliche tummeln sich am Bahnhof und in Supermärkten, rund um die Mariazeller Straße herrscht reger Verkehr und nächtens dröhnt Live-Musik über den Süden der Landeshauptstadt. Im insgesamt 15. Jahr des Freuqency Festivals, das seit 2009 beim VAZ stattfindet, werden pro Tag wieder rund 50.000 Besucher erwartet.

„Der Kartenverkauf schaut ganz gut aus. Am besten gehen die Drei-Tages-Pässe“, erzählt Frequency-Mastermind Harry Jenner. Ob man wieder ausverkauft sein werde, zeichne sich meistens erst vor Start ab. Am knappesten seien derzeit die Comfort-Tickets, die unter anderem ein schon aufgestelltes Iglu im Zelthotel beinhalten.

Komfort an Gelände wird wichtiger

Das Gelände verspricht wieder einige Neuerungen: Etwa einen vergrößerten Eingangsbereich, kleinere, dafür mehrere Sanitärstationen mit mietbaren Handtüchern – Komfort wird also wichtiger. Trotzdem soll es von Donnerstag bis Samstag vor allem um eins gehen: die Musik.

Auf sieben Bühnen erwarten die Besucher etwa 120 Acts. Die Palette reicht von Superstars wie der US-Band Linkin Park bis zu den Mundart-Rockern Krautschädl. Im Nightpark, der heuer erstmals von der Kopalkaserne ins VAZ verlegt wurde, treten DJs wie das Duo Klangkarussel bis in die Morgenstunden auf.
Jenner freut sich am meisten auf den US-Rapper Kendrick Lamar, der zum ersten Mal nach Österreich kommt: „Er wird mit einer sechsköpfigen Live-Combo auftreten“, verrät der Veranstalter. Mit Alt-J, Ellie Goulding und Major Lazer wurden heuer auch einige internationale Stars gebucht, die zum ersten Mal am Frequency auftreten.

Immer mehr dreht es sich ums Essen

Neben Musik und Komfort wird heuer die Kulinarik groß geschrieben: Neu sind ein Fischrestaurant namens Nautilus, eine Kooperation mit „So schmeckt NÖ“, wo Haubenkoch Christian Petz aufkochen wird, sowie sechs bis acht mobile Streetfood-Trucks. „Ein Foodtruck wird von Neni sein. Damit holen wir ein kleines Stück Wiener Naschmarkt nach St. Pölten!“, sagt Jenner stolz. Ebenso neu ist die Aktion „Spende dein Zelt“. Dabei haben Festivalbesucher bei der Abreise die Möglichkeit, ihre Zelter, Schlafsäcke und Iso-Matten als Spende für Traiskirchen abzugeben.

„Wir nehmen nur Zelte, die sauber und noch intakt sind. Die Aktion haben die Fans gefordert, und das ist meiner Meinung nach ein Must-Do“, erklärt Jenner. Während die Konzerte erst am Donnerstag starten, öffnet das Festivalgelände offiziell am Mittwoch um zwölf Uhr. Wer es gar nicht erwarten kann, darf auch schon ab Dienstagmittag anreisen, muss aber eine Early-Camping-Gebühr von 20 Euro zahlen. „Das ist notwendig, weil wir ja schon früher Personal und Infrastruktur zur Verfügung stellen müssen“, so Jenner.