Wechsel im Theaterfest: Werner Auer geht. Nachdem letzten Sommer viele abgesagt, manche doch gespielt und einige komplett neu geplant haben, soll in Niederösterreichs Theatersommer heuer vieles nachgeholt werden - von Geburtstagen bis Uraufführungen. Zuvor aber soll noch ein neuer Vorstand gewählt werden - der bisherige unter Obmann Werner Auer legt seine Funktion nach zwölf Jahren zurück.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 27. Januar 2021 (11:54)
Einer von aktuell 20 Spielorten von Niederösterreichs Theaterfest und "Heimat" seines langjährigen Obmanns Werner Auer (kleines Bild): die Felsenbühne im Weinviertler Staatz.
Werner Auer; Schilhammer

"Es ist Zeit, einen neuen Besen heranzulassen." Lacht Werner Auer. Und meint weder die Felsenbühne Staatz (wo man heuer endlich "Sister Act" spielen will), noch die Gartenarena Schiltern (wo sich der "Ritter Rost" heuer vor einem Gespenst fürchten soll). Sondern das Theaterfest Niederösterreich. 

Dort, im Dachverein von (fast) allen niederösterreichischen Sommertheatern, soll heuer ein neuer Vorstand das Ruder übernehmen. Werner Auer als Obmann, Marcus Strahl, Alexander Hauer und Franz Brenner als Vorstandsmitglieder stehen für die nächste Wahl, die turnusmäßig im Herbst stattfindet, nicht mehr zur Verfügung. Seit 2009, also seit mittlerweile zwölf Jahren und drei Perioden ("ursprünglich war das nur für eine Periode gedacht") hat der Sänger, Musicaldarsteller und Festivalintendant den Vorstand des Vereins geführt. "Der Laden läuft, die Marke ist etabliert, und wir haben es auch geschafft, dass alle wieder miteinander reden", resümiert Auer. 

Auch Hermann Dikowitsch, Leiter der Kulturabteilung des Landes und damit neben den Gemeinden wichtigster Fördergeber der Sommertheater, stellt klar: "Beim Theaterfest ist überhaupt nichts im Argen. Im Gegenteil." Das Theaterfest sei längst eine "Theatermarke". Und der Verein hätte "sehr viele, gute Leute". Aber natürlich sei es, wie für alle Kulturbetriebe, "eine schwierige Zeit". Für Werner Auer kommen jedenfalls jetzt "neue Zeiten" - auch, aber nicht nur wegen der Corona-Krise. "Ich möchte mich jetzt vor allem um meine Festivals [also: Staatz und Schiltern] kümmern", so Auer. 

Für die - wie auch für die anderen Theaterfest-Standorte von Amstetten bis Weitra - will man "bis Ostern" entscheiden, was, wo und wie heuer gespielt wird. Programme gibt's für viele schon jetzt, Karten für manche auch. Und im Verein? "Wäre es sinnvoll, wenn man einen neuen Vorstand noch vor der Sommersaison wählt", meint Werner Auer. Ende April bzw. Anfang Mai wäre dafür angedacht. Aber: "Wir bleiben auch bis Herbst im Amt. Das steht außer Diskussion!"

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