St. Pölten: „Stadt mit Pommes-Automaten“. Adrian Held vom Salzburger DJ-Duo Klangkarussell im Gespräch mit Gerti Süss über das Frequency, Auftritte im Ausland und eigene Festivals.

Von Gerti Süss. Erstellt am 24. August 2015 (09:37)
Adrian Held
NOEN, Süss

NÖN: Ihr gehört zu den wenigen österreichischen Künstlern, die weltweit die Charts stürmten. Was waren die beeindruckendsten Orte, an denen ihr bislang aufgetreten seid?
Adrian: Die Clubs sind ziemlich gleich, die sind meistens dunkel und dreckig. Aber in Brasilien war’s super, weil das einfach ein extrem schönes Land ist.

Am Frequency seid ihr zum ersten Mal, oder?
Adrian: Ja, aber am Beatpatrol waren wir auch schon einmal.

Was verbindet ihr sonst noch mit St. Pölten?
Adrian: Die Bahnhofs-Station, wo ich immer durchgefahren bin. Und den alten McCain-Frittenautomaten am Bahnhof, den es mittlerweile nicht mehr gibt. Immer wenn ich von Salzburg nach Wien gefahren bin, habe ich diesen Pommes-Automaten gesehen. Da habe ich mir immer gedacht, wie das wohl funktioniert. Leider kann ich es jetzt nicht mehr ausprobieren.

Die Single „Sonnentanz“ war im Jahr 2012 extrem erfolgreich. Macht das Druck beim Produzieren von weiteren Songs?
Adrian: Zeitweise schon, aber wir sagen uns jetzt trotzdem nicht, dass wir unbedingt noch einmal so etwas machen müssen.

Wie habt ihr euch eigentlich gefunden?
Adrian: Wir waren in Salzburg gemeinsam in der Schule. Ich habe schon früh angefangen, elektronische Musik zu machen, der Tobi erst ein bisschen später. Dann haben wir uns aus den Augen verloren. Die elektronische Musik hat uns dann wieder zusammengebracht.

Seit dem Vorjahr veranstaltet ihr gemeinsam mit Red Bull das Enemenemu-Festival in Salzburg. Was hat euch dazu bewegt, euer eigenes Festival auf die Beine zu stellen?
Adrian: Wir wollten in Salzburg einfach eine Party machen. Und daraus wurde dann ein kleines Tagesfestival.

Könntet ihr euch vorstellen, auch in Niederösterreich ein Festival zu veranstalten?
Adrian: Theoretisch schon. Aber für uns ist Salzburg naheliegender, weil wir da mehr Bezug haben. Ideen haben wir aber viele.