Geduld ist gefragt. Über die Maßnahmen im Kampf gegen das Virus und die jetzt so wichtige Unterstützung für die heimische Wirtschaft.

Von Walter Fahrnberger. Erstellt am 01. April 2020 (04:55)

Groß war die Hoffnung, dass wir in dieser Woche von einer möglichen Lockerung der Maßnahmen gegen das Coronavirus nach Ostern erfahren könnten. Doch statt eines ersten kleinen Schrittes zurück zur Normalität wurden die Regeln weiter verschärft.

Der Kampf gegen das Virus ist ein viel zitierter Marathon. Und wir haben offenbar erst wenige Kilometer hinter uns. Häusliche Isolation und Ausgangsbeschränkungen werden in den nächsten Wochen weiterhin unser Leben einschränken. Jetzt wird auch der Mundschutz beim Einkauf unser Begleiter. Das in unseren Breitengraden völlig befremdliche Tragen der Masken hilft nicht nur, die Verbreitung der Viren durch symptomfreie infizierte Personen einzudämmen. Für viele Unbelehrbare könnte es ein notwendiges Zeichen sein: Ja, wird befinden uns in einer völligen Ausnahmesituation, in der nichts der Normalität entspricht.

Jetzt ist vor allem Geduld gefragt. Auch bei den zig tausenden Geschäftstreibenden und Unternehmen im Land, von denen viele beinahe zum Nichtstun verurteilt sind. Es zehrt an den Nerven, wenn zur Gesundheitsbedrohung auch die Angst ums wirtschaftliche Überleben hinzukommt. Daher wurde in der Vorwoche schon Kritik an „zu strengen“ Maßnahmen laut. Aber Gesundheit geht vor – und diese Einschränkungen sind jetzt nötig und richtig.

Im Kampf gegen das Coronavirus suchen Experten noch nach einem Heilmittel. Wir alle aber haben es selbst in der Hand, der heimischen Wirtschaft zu helfen. Bereits jetzt in der Krise, mit der Nutzung der vielen kreativen Nahversorger-Lieferservices. Aber vor allem danach, wenn wir uns vielleicht gar nicht mehr so genau an diese schwere Zeit erinnern.