AstraZeneca-Impfstoff wird in NÖ weiter eingesetzt. Nach dem Tod einer DGKP des Landesklinikums Zwettl, der zuvor der Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca verabreicht wurde, soll das Vakzin des Unternehmens in Niederösterreich weiter eingesetzt werden.

Von APA / NÖN.at. Update am 07. März 2021 (15:47)
Symbolbild
M-Foto/Shutterstock.com

"Wir richten uns nach der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, Anm.)", erklärte Stefan Spielbichler von Notruf Niederösterreich am Sonntag.

An der Freigabe des Impfstoffs von AstraZeneca habe sich nichts geändert, so Spielbichler. "Wir können hier keine eigenmächtige Entscheidung treffen", fuhr er fort.

Charge mit Nummer ABV 5300 eingezogen

Eine Obduktion am Wiener AKH soll feststellen, woran die 49-jährige DGKP verstorben ist. Das AKH und das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) hatten bisher keinen Zusammenhang zwischen dem Tod der Frau und dem Impfstoff hergestellt.

Eine 35-jährige Kollegin der Verstorbenen sei nach ihrer Impfung in stationärer Behandlung auf der internen Abteilung im Landesklinikum Zwettl. Nach Angaben BASG entwickelte die Frau eine Lungenembolie, sei jedoch mittlerweile am Weg der Besserung.

Die betroffene Charge mit der Nummer ABV 5300 wurde allerdings vom Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) aus dem Verkehr gezogen. Impfdosen anderer Chargen des Unternehmens können verabreicht werden, wurde den betroffenen Bundesländern mitgeteilt.

Am Sonntag berichtete beispielsweise der Landespressedienst Kärnten, dass die betreffende Charge auch in dieses Bundesland geliefert worden war.

"Termine, die wegen des Impfstopps abgesagt werden müssen, sollen sobald wie möglich nachgeholt werden", hieß es. Organisationen, die mit der Charge beliefert worden waren - das Rote Kreuz, die Krankenanstalten sowie die Ärztekammer - seien sofort informiert worden.

Untersuchungen, um einen möglichen Zusammenhang des Todesfalls sowie eines Krankheitsfalls in zeitlicher Nähe zur Impfung vollständig ausschließen zu können, seien am Laufen, doch sicherheitshalber werden die Restbestände der betroffenen Impfstoff-Charge nicht mehr ausgegeben und nicht mehr verimpft, wurde betont.

Vom Gesundheitsministerium war eine Stellungnahme auf eine APA-Anfrage zur Anzahl der Dosen, die zu der Charge zählen, und zum Ausmaß des bereits in Österreich verimpften Anteils noch ausständig.

Wir hatten berichtet: