AK-Präsident Wieser wiedergewählt. Markus Wieser von der FSG wurde mit großer Mehrheit wiedergewählt. Er hatte einen Gegenkandidaten.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 23. Juni 2014 (09:48)
Wurde wiedergewählt. AKNÖ-Präsident Markus Wieser (re., mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer).
NOEN, Harri Mannsberger Austria Vienna
Bei der Vollversammlung der NÖ Arbeiterkammer wurde Präsident Markus Wieser mit 108 von 110 Stimmen wiedergewählt. Die vier Arbeiterkammer-Vizepräsidenten Brigitte Adler, Michael Fiala, Horst Pammer (alle FSG) sowie Franz Hemm (NÖAAB-FCG) wurden einstimmig gewählt.

SPÖ-Sozialminister Rudolf Hundstorfer vollzog die Angelobung. Er betonte die „enge Verbundenheit“ zwischen dem Sozialressort und den Arbeiterkammern. Außerdem halte er es für notwendig, dass „wir als Arbeitnehmervertretung“ gemeinsam auftreten – dies sei auch für die Entwicklung der Steuerreform notwendig.

Ergebnis als "Auftrag"

Markus Wiesers Gegenkandidat war Samir Kesetovic von den Grünen Gewerkschaftern. Dieser hatte den Persönlichkeits-Wahlkampf von Wieser in einer Wortmeldung vor der Abstimmung kritisiert.

In seiner Rede forderte Wieser auch die rasche Umsetzung der Steuerreform noch 2015, die Einführung von Vermögens-, Erbschafts- und Schenkungssteuer sowie mehr Absetzbeträge statt Freibeträgen bei der Unterstützung für die Pendler. Und: Das Ergebnis der AK-Wahlen sei „ein klarer Auftrag an uns alle für die nächsten fünf Jahre“, so Wieser. Trotz Einigkeit bei der Wiederwahl hielt Franz Hemm bei Wiesers Vorschlägen zur Steuerreform dagegen.

Zitiert:

René Pfister (FSG) zu Samir Kesetovic von den Grünen Gewerkschaftern zu dessen Kritik an Wieser: „Ich weise die Anschuldigungen zurück. Markus Wieser ist der Einzige, der mit seinem Namen kandidiert hat und nicht wie du Etikettenschwindel betrieben hat.“

AKNÖ-Vizepräsident Franz Hemm (NÖAAB-FCG) zur Wahlbeteiligung von nur rund 40 Prozent: „Ich lade alle Fraktionen ein, sich einen Termin auszumachen, um die Wahlbeteiligung attraktiver zu machen.“

SPÖ-Sozialminister Rudolf Hundstorfer: „Die Arbeiterkammern sind manchmal unbequem, das ist aber notwendig. Sie sind der Motor.“

Wieser-Gegenkandidat Samir Kesetovic von den Grünen Gewerkschaftern über seine Kandidatur und den Antrag auf geheime Wahl: „Ich weiß, dass es sinnlos ist. Ich weiß, dass es keine geheime Wahl geben wird.“

Arbeiterkammer-Präsident Markus Wieser in seiner Rede über den Ausgang der Arbeiterkammer-Wahl: „Das Ergebnis ist ein klarer Auftrag an uns alle für die nächsten fünf Jahre. Es wird wichtig sein, dass wir zusammenarbeiten – das ist auch sehr erwünscht.“