Markus Wieser als AKNÖ-Präsident bestätigt. Bei der konstituierenden Vollversammlung der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) ist Markus Wieser (FSG) am Freitag einstimmig als Präsident bestätigt worden.

Von APA Red. Update am 17. Mai 2019 (12:39)
FSG

Als Vizepräsidenten wurden Gerda Schilcher, Michael Fiala und Horst Pammer (alle FSG) sowie Josef Hager (Volkspartei Niederösterreich NÖAAB-FCG) wiedergewählt. Ihre Bestellungen erfolgten laut AKNÖ ebenfalls einstimmig.

Die FSG hat bei der diesjährigen AK-Wahl ihre absolute Mehrheit um beinahe drei Prozentpunkte auf 61,9 Prozent ausgebaut. Die Volkspartei Niederösterreich NÖAAB-FCG kam trotz Verlusten mit 21,1 Prozent auf Rang zwei, die Freiheitlichen Arbeitnehmer - FPÖ (FA-FPÖ) erreichten 10,3 Prozent.

Kampf gegen Lohn- und Sozialdumping

Eine deutliche Ausweitung der Serviceleistungen und Initiativen für eine gelebte Sozialpartnerschaft auch auf Bundesebene sowie für einen effektiven Kampf gegen Lohn- und Sozialdumping werden im Mittelpunkt der kommenden Funktionsperiode der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) stehen, kündigte Präsident Markus Wieser an. Zudem sprach er sich für eine europäische Arbeitsbehörde aus.

Inhaltlich wird die AKNÖ laut Wieser in den kommenden fünf Jahren die Themen faires Einkommen, leistbares Wohnen und Vereinbarkeit von Beruf und Familie forcieren. "Wir werden unser Angebot für die Beschäftigten weiter ausbauen. Neben der Auseinandersetzung mit der Digitalisierung werden Wohn- und Pflegeberatung im Mittelpunkt stehen", so der Präsident. "Dafür werden wir alleine heuer 5,9 Millionen Euro bereitstellen."

Die AKNÖ werde in der neuen Funktionsperiode auch eine starke und wichtige Rolle im politischen Geschehen spielen - als Interessensvertretung von mehr als 550.000 arbeitenden Menschen und deren Familien im Land, sagte Wieser. Denn die Bundesregierung unternehme alles, um die Rechte der Arbeitnehmer zu schwächen.

Eine grenzüberschreitend tätige europäische Arbeitsbehörde ist laut Wieser "notwendig, um Gesetze gegen Lohn- und Sozialdumping auch tatsächlich durchsetzen zu können. Österreich ist aufgrund seiner geografischen Lage eines der am meisten von Lohndumping betroffenen Länder. Und Niederösterreich ist jenes Bundesland, das in Österreich am stärksten betroffen ist", so der Präsident.