Becker präsentiert Wahlkampf-Kernpunkte. EU-Parlamentsabgeordneter Heinz K. Becker fordert nationale Regelungen der Pensionen, eine Abschaffung der Zeitumstellung und bessere Informationen über die EU.

Von Gina Christof. Erstellt am 23. April 2014 (12:25)
NOEN, Dworak
Generalsekretär Heinz Becker, seit 2011 im EU-Parlament, wird vom Seniorenbund einstimmig als Kandidat ins Rennen geschickt. Foto: Dworak
„Die Senioren gehören zu den kritischsten Zielgruppen bei der kommenden EU-Wahl und sind noch dazu die Gruppe mit der stärksten Wahlbeteiligung“, erklärt der gebürtige Badener Heinz K. Becker (VP), Generalsekretär des österreichischen Seniorenbundes und seit 2011 Senioren-Vertreter im Europa-Parlament.

„Seniorenwahlkampf macht damals wie heute Sinn“

So seien bei der Wahl 2009 40 Prozent aller für die ÖVP und SPÖ abgegebenen Stimmen von Senioren gekommen. „Daher war es klar, dass ein Seniorenwahlkampf damals wie heute Sinn macht“, sagt Becker.

Sein Programm baue darauf auf, dass keine Maßnahme für Senioren den Jungen schaden dürfe, so Becker. Bezüglich der Pensionen fordert er, dass diese weiterhin national und nicht EU-weit geregelt werden. „Den Druck zu Reformen seitens der EU will ich nicht missen“, stellt er klar. Aber: „Wer setzt was, wann, wo und wie um – das muss auch künftig in der nationalen Zuständigkeit liegen.“

Für Bankenunion – gegen Zeitumstellung

Die weiteren Schwerpunkte aus Beckers Programm: Einerseits wolle er Anfang April für die Bankenunion stimmen. „Der Steuerzahler darf nicht der erste sein, der dafür aufkommt“, sagt Becker. Andererseits wolle er sich bei den entsprechenden Verhandlungen 2015 im Europäischen Parlament für eine Abschaffung Zeitumstellung einsetzten, da diese gerade für Senioren eine große gesundheitliche Belastung sei.

Einsetzen wolle er sich außerdem für Fördermittel seitens der EU, zur Entwicklung von "technischen Lebensunterstützungen" für Senioren. Auch sei er für eine weiterhin nationale Regelung der Sterbehilfe und setze sich gegen die Spekulation mit Lebensmittel-Rohstoffen und eine Privatisierung der Wasserversorgung ein, so Becker.

Information am Wichtigsten

Generell stünde in seinem Wahlkampf die Information über die Europäische Union an erster Stelle, denn: „Der Bürger muss wissen, wozu die EU da ist“, sagt Becker. Und: „Die EU ist kein fertiges Ding, sondern ein Prozess bei dem natürlich Fehler passieren“, so Becker.