Regierung setzt auf Schulautonomie. Bildungsministerin Hammerschmid und Staatssekretär Mahrer setzen auf Regionen.

Von Martin Gebhart. Erstellt am 13. September 2016 (04:34)
Hans Hofer
SP-Bildungsministerin Sonja Hammerschmid und VP-Staatssekretär Harald Mahrer: Paket zur Schulautonomie.

„Wir müssen Unterricht neu denken.“ SPÖ-Bildungsministerin Sonja Hammerschmid legte in der Vorwoche mit ÖVP-Staatssekretär Harald Mahrer die nächsten Schritte in der Bildungsreform offen.

Das Schlüsselwort: Schulautonomie. „Wir denken Autonomie breit und auf allen Ebenen“, so Hammerschmid. Kein entscheidender Begriff im neuen Denkmuster hingegen ist die „Gesamtschule“ der 10- bis 14-Jährigen. Auch wenn man zum Beschluss, Modellregionen einzuführen, weiterhin steht, so Harald Mahrer.

Jedenfalls will man noch im Dezember das Schulautonomie-Paket dem Ministerrat vorlegen. Mit dabei auch regionale Verbünde verschiedener Schulen. Vorangetrieben wird gleichzeitig das 750-Millionen-Euro-Paket für den Ausbau der Ganztagsschulen. Wobei den Regionen offen steht, ob sie eine verschränkte Form oder bloß Nachmittagsbetreuung wollen. Zusätzliche Mittel sollen für Personal in sogenannten Brennpunktschulen zur Verfügung stehen. Die Industriellenvereinigung begrüßte das Paket.

In NÖ reagierten Landesrätin Barbara Schwarz und VP-Klubobmann Klaus Schneeberger skeptisch: „Unsere Schulen brauchen jetzt sofort mehr Ressourcen und keine Ankündigungen.“