23 Schüler und vier Lehrer in häuslicher Quarantäne. Wie heute Nachmittag bekannt wurde, ist auch der Sohn eines bereits mit dem Coronavirus infizierten Wiener Paares positiv auf das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) getestet worden. Daher hat jetzt auch das Land Niederösterreich Maßnahmen gesetzt.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 28. Februar 2020 (18:46)
Aktuelle Lagebesprechung, von links  nach rechts: Landesamtsdirektor Werner Trock, Bildungsdirektor Johann Heuras, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, Sanitätsdirektorin Irmgard Lechner, Vorstand NÖ Landesgesundheitsagentur Helmut Krenn.
NLK Filzwieser

Da der Sohn in Niederösterreich das Erzbischöfliche Gymnasium in Hollabrunn besucht (wir berichteten), wurden seitens der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde umgehend Maßnahmen zur häuslichen Quarantäne eingeleitet, informiert die zuständige Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig nach einer aktuellen Lagebesprechung. 

Insgesamt sind vier Lehrkräfte sowie 23 Schülerinnen und Schüler der Geburtsjahrgänge 2003 bis 2005 betroffen. Für diese Personen wurde eine so genannte „Absonderung in den eigenen Räumlichkeiten“, also die häusliche Quarantäne, verfügt. Das bedeutet, dass der eigene Wohnbereich nicht verlassen werden darf, bei Auftreten von Symptomen ist die
Gesundheitsbehörde (Bezirkshauptmannschaft) zu verständigen. Die Maßnahmen bleiben bis 11. März aufrecht.

"NÖ Sanitätsstab tagt ständig"

„Der NÖ Sanitätsstab tagt ständig, um alle umfassenden Vorkehrungen zu treffen. Ich bin überzeugt, dass wir von Seiten der Landeskliniken für etwaige Krankheitsfälle bestens vorbereitet sind. Bisher wurden 200 Verdachtsfälle getestet, die alle negativ waren. Für mich ist es wichtig, dass wir die zentralen Vorgaben des Bundes exakt einhalten“, betont LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, der diesbezüglich auch mit Gesundheitsminister Anschober in Kontakt steht.

Darüber hinaus befindet sich Landesrätin Königsberger-Ludwig in intensivem Austausch mit dem Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker.  Im Verdachtsfall ist die Gesundheitshotline unter 1450 zu kontaktieren, hält die
Landessanitätsbehörde fest.