Gedanken zur Bildung. Im Vorjahr veranstaltete die Wirtschaftskammer NÖ das 1. Bildungskonzil Heldenberg. Das Ziel: „Die Bildungsdebatte vorantreiben“, so Wirtschaftskammer NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 13. Februar 2018 (18:27)
WKNÖ/Kraus

Drei Tage lang, nämlich von 7. bis 9. September 2017, haben die insgesamt 84 Teilnehmer des 1. Bildungskonzils Heldenberg zur Bildung in Österreich debattiert, diskutiert, analysiert und vor allem: gedacht. In zwölf Denkräumen haben die Teilnehmer, die zu je rund einem Drittel aus den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft stammten, das Überthema „Wie kann Bildung Frieden stiften?“ gemeinsam bearbeitet.

Eine breit angelegte Diskussion zur Bildung über mehrere Tage zu führen sei nicht sehr einfach, sagt Professor Tim Unger, der wissenschaftliche Leiter des Konzils. Oft gebe es nur für die Dauer eines Seminars Zeit zur Diskussion. „Innere Bildung kann auch nach außen gehen und so Frieden sichern“, erklärt er die Bedeutung dieser Initiative.

Vier konkrete Forderungen rund um die Bildungsdebatte sind entstanden, weiß Unger: Es soll einen eigenen Lehrstuhl für Friedenspädagogik geben, politische Bildung und Mitgefühl in der Bildung einen höheren Stellenwert einnehmen, das Bildungssystem generell in eine neue Struktur, weg von hierarchischen Stufen, gegossen sowie Schülern und Lehrern mehr Wissen über digitale Entwicklung (etwa zur Funktionsweise von Algorithmen) vermittelt werden. „Bildung kann Frieden nicht sichern, aber sie kann zur Friedensbildung beitragen“, ist Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer NÖ, sicher. Das Vorantreiben der Bildungsdebatte sei der Wirtschaftskammer ein großes Anliegen.

Heuer findet das Bildungskonzil von 5. bis 7. Juli wieder am Heldenberg statt. Das Thema: „Braucht künstliche Intelligenz Bildung?“ Dabei sollen konkrete Projektvorschläge aus den 2017 erarbeiteten Ideen entstehen. Das Bildungskonzil soll über 2018 hinaus einmal jährlich abgehalten werden.