Diana Müller: "Die Botschaft vom Wein hinaustragen“. Diana Müller ist die neue Weinkönigin. Was sie über ihre Motive, Wünsche und Ziele sagt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 16. April 2019 (02:02)
NLK/Filzwieser
Diana Müller, die neue blau-gelbe Weinkönigin.

NÖN: Warum wollten Sie Weinkönigin werden? Sagen Sie nicht, zur höheren Ehre des Weines …

Diana Müller: Erst einmal wollte ich Winzerin werden und habe mir dafür sehr viel Wissen angeeignet. Und genau dieses Wissen will ich zu den Leuten bringen, die Botschaft vom Wein hinaustragen. Das ist spannend.

Das klingt nach pädagogischem Eifer. Wäre für Sie Lehrerin eine Alternative gewesen?

Müller: Nein, ich bin auch Jugendbetreuerin bei der Feuerwehr und habe die Kinder zwei Stunden pro Woche. Das reicht.

Warum gibt es eigentlich keinen Weinkönig oder Weinprinzen?

Müller: Eine gute Frage. Früher war unsere Aufgabe eher, der Aufputz zu sein. Aber jetzt sind wir emanzipiert und schaffen diese Aufgabe ganz gut alleine. Da brauchen wir keine Männer.

Die Weinkönigin hat ja zuletzt für Diskussionen gesorgt. Stehen Sie da d’rüber?

Müller: Erstens stehe ich darüber. Und zweitens hat meine Vorgängerin Julia Herzog das sehr professionell und gut gemacht, und genauso möchte ich es auch machen.

Ihre Eltern, Ihr Freund, wer auch immer, gab’s da vor der Kandidatur keine Probleme, weil Sie oft nicht zu Hause sein werden?

Müller: Ich bin erstens allein, mein eigener Herr, und zweitens haben meine Eltern mich sehr unterstützt. Ich kann für unseren Betrieb mit der Funktion ein tolles Netzwerk aufbauen.

Warum haben heuer nur drei Frauen kandidiert?

Müller: Das ist Zufall. Es gibt ja auch geburtenschwache Jahrgänge. Ich sehe das nicht negativ. Es ist wie beim Wein, Qualität vor Quantität.

Stark aufgefallen ist, dass Sie bei Ihrer Vorstellung immer nur die Männer angesprochen haben …

Müller: Mir fällt das gar nicht auf, weil ich auf Englisch studiere und im Alltag nur Englisch spreche. Da ist Gendern einfach kein Thema, und deswegen war das absolut nicht beabsichtigt.

Sie sind sehr umtriebig und haben sich auch für den Jungwinzerinnenkalender 2017 fotografieren lassen …

Müller: Meine Mama hat mich damals gefragt, ob ich nicht mitmachen möchte. Ich würde es aber nicht wieder machen, das sage ich ehrlich. Ich sehe keinen Mehrwert, den man bekommt, es ist aber auch kein Schaden entstanden. Thomas Jorda