Junge Rechte gründen EU-Jugendplattform. Der Ring Freiheitlicher Jugend hat gemeinsam mit den Jugendorganisationen der Front National (Frankreich), des Vlaams Belang (Belgien) und den Schwedendemokraten eine europäische Jugendplattform gegründet.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 04. April 2014 (15:03)
NOEN, Franz Baldauf
Udo Landbauer
Bei der Pressekonferenz zur Präsentation der Plattform "Young European Alliance for Hope" (kurz: YEAH), ein Zusammenschluss der Jugendorganisationen der FPÖ, der französischen Front National, des belgischen Vlaams Belang und der Schwedendemokraten, standen Rassismusvorwürfe im Zentrum.

Kritische Fragen zu Mölzer

Vor allem zu den jüngsten Aussagen von FP-Spitzenkandidaten bei der Wahl zum Europäischen Parlament Andreas Mölzer zum "Negerkonglomerat" hagelte es kritische Fragen. Diese Diskussion führe man nun seit mehr als einer Woche, so Harald Vilimsky, der Listenzweite der FP bei der EU-Wahl, dazu. Mit der Entschuldigung Mölzers sei dies erledigt, so Vilimsky.
Damit würden "alte Themen einer Mutterpartei" wieder aufgegriffen, so der Bundesobmann des Rings Freiheitlicher Jugend (RFJ) Udo Landbauer im Anschluss an die Pressekonferenz. "Das ist nicht unser Thema".

"EU reformieren"

Laut Landbauer werde man im Rahmen dieser Jugendplattform jetzt beginnen "politisch zu arbeiten". Vor der Wahl zum europäischen Parlament wolle man mit Kampagnen starten. Details dazu konnte der Niederösterreicher dazu noch keine nennen. Er könne sich aber gut vorstellen, dass die Plattform noch weiter wachsen werde. "Ich habe mich mit vielen anderen getroffen", so Landbauer, etwa mit der deutschen Jugend der "Alternative für Deutschland". Einen Ausstieg aus der EU wolle die Plattform nicht, sondern die "EU reformieren". Ein Ausstieg als "ultima ratio" dürfe aber "nie ausgeschlossen sein", so Landbauer.