Wie die Jungen wohnen wollen. Die Studie „Junges Wohnen in Niederösterreich“ präsentierte Landesrat Martin Eichtinger mit WET-Geschäftsführer Christian Rädler und Bernhard Heinzlmaier, Vorsitzender des Institutes für Jugendkulturforschung. 1.000 repräsentativ ausgewählte Niederösterreicher im zwischen 16 und 30 Jahren wurden dafür befragt, die WET hat die Studie in Auftrag gegeben.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 17. Februar 2020 (16:31)
Landesrat Martin Eichtinger (M.) mit WET-Geschäftsführer Christian Rädler und Bernhard Heinzlmaier, Vorsitzender des Institutes für Jugendkulturforschung.
NLK/Filzmaier

„Speziell für Jüngere hat das Land Niederösterreich seit dem Jahr 2013 das Fördermodell ‚Junges Wohnen‘ entwickelt. 900 Wohnungen sind bereits bezogen, insgesamt sind 1.886 Wohnungen bewilligt“, erläutert Eichtinger. Davon würden Niederösterreicher unter 35 Jahren profitieren, für die der „geringe Eigenfinanzierungsbeitrag von maximal 4.000 Euro attraktiv ist“, dieses Modell sei sehr gefragt. 

Flexi-Wohnen zu Dritt

Zum Modell „Flexi-Wohnen“, das ebenfalls vom Land gefördert wird, meinte der Landesrat: „Hier wird bis zu drei jungen Menschen ein Lebensraum geboten. Die Mieter teilen sich Wohnraum und Nassräume, haben aber trotzdem eigene Schlafräumlichkeiten“. Die Kosten würden gering bleiben, die wichtigsten Einrichtungen für die Wohnung seien bereits vorhanden. Praktischer weise habe jeder Mieter einen eigenen Vertrag und sei somit unabhängig von anderen Mietern.

Eigentumsquote auf 80 Prozent anheben

Laut Studie wollen die Jugendlichen zu einem späteren Zeitpunkt Eigentum erwerben. Eigentumswohnungen seien die beste Altersvorsorge, sagt Eichtinger. Mieter könnten ihre Genossenschaftswohnungen nun schon nach fünf Jahren erwerben. „Wir wollen im Bundesland die Eigentumsquote in den nächsten 10 Jahren von 70 Prozent auf 80 Prozent steigern."

Wohntraum: Eigenes Heim und Nähe zur Natur

Studienautor Bernhard Heinzlmaier führte aus: „81 Prozent der Jugendlichen wollen einmal in einer eigenen Wohnung oder einem eigenen Haus wohnen. Ein weiterer großer Wunsch der gegenwärtigen Jugend ist die Nähe zur Natur. Favorisiert werden Wohnungen im Erdgeschoss mit Vorgarten. Auch ein Balkon oder eine Terrasse sind laut Befragungen essentiell für die Zufriedenheit der Menschen. Auch der Zugang zum öffentlichen Verkehr wird für die Jugend immer wichtiger.“

Große Nachfrage nach kleinen Wohnungen

WET-Geschäftsführer Christian Rädler: „Mit der neuen Wohnbaustrategie ist Niederösterreich sehr gut unterwegs. Rund 63 Wohneinheiten für ‚Junges Wohnen‘ konnte die WET-Gruppe bereits umsetzen. Besonders groß ist die Nachfrage nach kleinen Wohnungen.“