Demos von Furth bis zum Heldenplatz. Zum Auftakt der internationalen „Week for Future“ ging man heute, Freitag, österreichweit in rund 720 Gemeinden für den Klimaschutz auf die Straße – die erste war Furth bei Göttweig.

Von APA, Redaktion und Michaela Fleck. Erstellt am 20. September 2019 (16:52)
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Eine von vielen Demos für den Klimaschutz am ersten Tag der internationalen Klimaschutzwoche in Wien. Foto: APA/Georg Hochmuth
 

"Das ist die größte dezentrale Klimaaktion, die es jemals gegeben hat!" Freut sich Mitorganisator Johannes Stangl. Rund 720 Gemeinden in ganz Österreich haben sich am ersten Tag der internationalen Klimaschutzwoche mit Aktionen für den Klimaschutz beteiligt. Und sollten als verbindendes Element unter ihr Ortsschild den Zusatz "Für die Zukunft" anbringen, fotografieren und auf der Homepage von "FridaysForFuture" hochladen. "Furth bei Göttweig hat sich heute als erste Gemeinde bereits um 6.45 Uhr zur Kundgebung bei der Ortstafel versammelt, an der zahlreiche Schülerinnen und Schüler noch vor der Schule teilnahmen", so Stangl. Die letzte Kundgebung ist für 18 Uhr am Wiener Heldenplatz geplant.

Die zentrale Forderung des österreichischen Ablegers der "FridaysForFuture"-Bewegung war die Ausrufung des nationalen Klimanotstands. Am kommenden Mittwoch wird ein Entschließungsantrag, der von ÖVP, SPÖ, Jetzt und NEOS eingebracht wurde, im Parlament abgestimmt. Die angemeldeten Aktionen waren vielseitig: In Wien standen neben Demos am Heldenplatz, beim Haus des Meeres und am Schuhmaierplatz auch Müllsammelaktionen auf der Rossauer Lände und in Hütteldorf sowie ein Picknick vor der Karlskirche und ein Flashmob am Handelskai an.

In Niederösterreich wurde unter anderem in Bruck an der Leitha und Krems demonstriert, wo sich auch der Schilterner Verein zur Erhaltung der Artenvielfalt, die Arche Noah, mit den „FridaysForFuture“ solidarisierte und an der Kremser Klimaparade teilnahm.

„Die Klimakrise“, so Arche-Noah-Geschäftsführer Bernd Kajtna, „bringt auch unsere Arbeit in Bedrängnis. Wir setzen uns von unseren Gärten bis zu unserer politischen Arbeit für eine klimafreundliche Landwirtschaft ein und sind daher aktiver Teil der jungen Allianz ‚Farmes for Future‘.“ Die Arche Noah hat auch eigenes Hintergrundpapier zu Pflanzenvielfalt und Klimakrise veröffentlicht (https://bit.ly/2m2bUhq).

Die Klima-Demos im ganzen Land sind „wie immer vollkommen friedlich und bunt", betont Johannes Stangl. Die Veranstaltungen sind Teil der internationalen "Week for Future", an der sich Aktivisten in über 100 Ländern beteiligen. Vor allem im englischsprachigen Raum waren bereits am Freitag Großdemonstrationen angesetzt. In Österreich werden die größten Proteste aber erst bei Demos am 27. September stattfinden - auch angesichts der zeitnahen Nationalratswahl.