Supermärkte und Polizei für Masken-Verweigerer gerüstet. Die für Freitag geplante Protestaktion "Gemeinsam maskenfrei einkaufen" wurde zwar von ihren Organisatoren am Mittwochabend abgesagt. Die betroffenen Filialen in Niederösterreich bereiten sich aber trotzdem vor. Wer mitmacht, muss mit einer hohen Strafe rechnen. Allerdings will die NÖ-Polizei “dialogorientiert” vorgehen.

Von Ondrej Svatos. Erstellt am 05. März 2021 (07:07)
Symbolbild
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In 14 NÖ-Lebensmittelgeschäften sollen sich Masken-Gegner am Freitag, 5. März, um 18 Uhr versammeln. Bei der österreichweiten Aktion "Gemeinsam maskenfrei einkaufen" wird aufgerufen, ohne Maske, in die Obst- und Gemüseabteilung zu kommen. Auf dem sozialen Netzwerk “Telegram” wurde diese Veranstaltung abgesagt. Trotzdem ändert sich für die Lebensmittelgeschäfte nichts. Die Supermarktbetreiber wollen kein Risiko eingehen. Die Mitarbeiter der betroffenen Filialen sind vorbereitet und instruiert. Das Sicherheitspersonal wird aufgestockt.

Wer mitmacht und seine Maske in einem Geschäft herunterzieht, muss mit einer hohen Strafe rechnen. Die Teilnehmer werden nach § 8 des COVID-19-Maßnahmengesetzes bestraft. Dennoch hat die Polizei vor, zuerst den Dialog zu suchen. “Sollten aber dennoch Verstöße stattfinden, so werden diese geahndet” hält Polizeisprecher der LPD Niederösterreich Heinz Holub gegenüber der NÖN fest. Er erklärt aber, dass grundsätzlich die Supermärkte selbst dafür verantwortlich sind, dass ihre Kunden Vorschriften einhalten.

Die Supermärkte sind vorbereitet. “Falls eine Person ohne FFP2-Maske eine von unseren Filialen betritt und kein Attest oder eine vergleichbare Bescheinigung vorlegen kann, wird der Person der Zutritt zu unseren Märkten verweigert.” Sagt Paul Pöttschacher von der REWE Group gegenüber der NÖN und beschreibt die Situationslage in den Billa- und Merkur-Filialen: “Unsere Mitarbeiter sind dazu angehalten, Kunden ohne FFP2-Maske auf die Tragepflicht freundlich aufmerksam zu machen.” Die Mitarbeiter werden aber seitens der Polizei unterstützt. Im Anlassfall wird die Exekutive entsprechend einschreiten. Das gilt selbstverständlich auch, wenn die Mitarbeiter den Polizeinotruf selbst absetzen, ergänzt die Presseabteilung der LPD NÖ.

Kontrollen auch in anderen Filialen

Die Polizeibeamten werden weiterhin im Rahmen ihres Streifendienstes ständig Kontrolltätigkeiten durchführen. Die Exekutive sei aber nicht in der Lage jede einzelne Filiale in Niederösterreich zu überwachen, sagt Heinz Holub.

In diesen Filialen soll die Protestaktion stattfinden

Amstetten

Merkur, Josef-Seidl-Straße 11

Baden

Merkur, Mühlgasse 48

Deutsch-Wagram

Spar, Bockfließerstraße 146

Hollabrunn

Interspar, Kaplanstraße 6

Horn

Merkur, Prager Straße 87

Krems an der Donau

Spar, Steiner Donaulände 17

Laa an der Thaya

Billa, Simon Scheiner-Straße 11

Mistelbach

Interspar, Hüttendorf

St. Pölten

Spar, Mariazellerstraße 7-9

Tulln

Merkur, Frauentorgasse 8

Waidhofen an der Thaya

Billa, Brunnerstraße 20c/1

Wiener Neustadt

Interspar, Fischpark

Wolkersdorf

Hofer, Winzerstraße 1

Zwettl

Spar, Franz Eigl-Straße 11c