Mathe-Matura soll fairer werden. Schulgemeinschaft legt Verbesserungsvorschläge vor. Am Niveau wird nicht geschraubt.

Von Carina Rambauske. Erstellt am 13. November 2018 (01:35)
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Symbolbild

„Nicht genügend“ – jeder fünfte Schüler wurde im Mai beim schriftlichen Teil der Mathematik-Zentralmatura negativ beurteilt. Ein Teil davon konnte sich das durch die Kompensationsprüfungen ausbessern – bei den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) drei Viertel und bei den AHS rund zwei Drittel.

Daraufhin kündigte ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann eine Evaluierung an und schickte Kurt Scholz, ehemaliger Wiener Stadtschulrat-Präsident, auf „Zuhörtour“ durch die Bundesländer, um Verbesserungsvorschläge zur Mathe-Matura mit Eltern, Schülern und Lehrern zu besprechen. Rund 120 folgten diesem Aufruf, als Scholz vergangene Woche Halt in St. Pölten machte.

"Die Zentralmatura wird verständlicher sein"

Ähnlich wie in den anderen Bundesländern kristallisierten sich auch in Niederösterreich vier zentrale Forderungen heraus: klarer formulierte Textangaben, ein differenzierteres Beurteilungsschema, die Vereinheitlichung der Matura-Vorbereitung über alle Schulen hinweg sowie Vereinheitlichung der elektronischen Hilfsmittel.

„Die Zentralmatura wird verständlicher sein, aber das Niveau wird nicht nach unten gesenkt“, betont Scholz nachdrücklich und kündigt erste Anpassungen für die kommende Reifeprüfung im Frühling an.