Mathematik-Zentralmatura soll fairer werden. Niederösterreichs Lehrer, Eltern und Schüler legten Verbesserungsvorschläge zur Mathematik-Reifeprüfung vor. Die Aufgabenstellung soll klarer, die Vorbereitung einheitlicher werden. Am Niveau wird aber nicht geschraubt.

Von Carina Rambauske. Erstellt am 06. November 2018 (15:17)
Symbolbild
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Das Ergebnis der Mathematik-Matura ist vielen noch im Gedächtnis:  Jeder fünfte Schüler erhielt ein „Nicht genügend“. Ein Teil davon konnte sich dieses durch die mündlichen Prüfungen ausbessern – bei den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) drei Viertel und bei den AHS rund zwei Drittel.

Infolge dieses schlechten Ergebnisses kündigte ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann Anfang des Sommers eine Evaluierung an und schickte dazu Kurt Scholz, ehemaliger Präsident des Wiener Stadtschulrates, auf „Zuhörtour“ durch die Bundesländer. Heute, Dienstag, und gestern machte Scholz Halt in Niederösterreich, um mit Eltern, Schülern und Lehrern Gespräche über deren Erfahrungen und Verbesserungsvorschläge zur Mathematik-Reifeprüfung zu sprechen. Ähnlich wie in den anderen Bundesländern kristallisierten sich auch in Niederösterreich vier zentrale Punkte heraus: kürzere und klarer formulierte Textangaben, ein differenzierteres Beurteilungsschema, die Vereinheitlichung der elektronischen Hilfsmittel und die Vereinheitlichung bei der Matura-Vorbereitung. „Die Zentralmatura wird verständlicher sein, aber dass man das Niveau nach unten senkt, das wird es nicht sein“, kündigt Scholz eine Anpassung für die kommende Reifeprüfung im Frühling an.