NÖ stellt neuen Suchtbeauftragten. Der Konsum von Drogen und Suchtmitteln betrifft viele Menschen in Niederösterreich. Christian Korbel ist seit Dienstag Vormittag für die adäquate Drogenstrategie und Suchtprävention im Bundesland zuständig.

Von Sara Telek. Erstellt am 27. Mai 2014 (15:27)
NOEN, NÖ Landeskliniken-Holding
Maurice Androsch stellte am Dienstag Vormittag den neuen Suchtbeauftragten für das Land NÖ vor. Christian Korbel ist Niederösterreichs neuer Experte auf diesem Gebiet. Androsch: „Die Neubesetzung des Suchtbeauftragten des Landes NÖ war eine wichtige Maßnahme, um in allen suchtmedizinischen Fragen wieder eine Ansprechperson nach innen und außen zu installieren.“

„Adäquate Drogenstrategie auf Bundesländerebene gefordert“

Der Konsum von Drogen und Suchtmitteln ist kein Randproblem, sondern betrifft viele Menschen. Mit verstärkter Suchtprävention möchte man dagegen steuern und die breite Öffentlichkeit über Sucht und ihre Hintergründe informieren.

Damit soll in den Schulen begonnen werden, um Jugendlichen frühzeitig bewusst zu machen: was macht eine Droge aus mir, wenn ich abhängig bin? Korbel erklärt: „Je früher der Ansatz, umso eher kann die persönliche Kompetenz zu einer verantwortungsvollen Lebensführung am besten gefördert werden.“

„Eine adäquate Drogenstrategie auf Bundesländerebene ist wichtig und wird auch gefordert“, betont Korbel. Denn derzeit befinden sich mehr als 2.000 Personen im Substitutionsprogramm. Die Erreichbarkeit der Suchtkranken liegt in Niederösterreich bei 50 bis 55 Prozent. Korbel sieht den Schwerpunkt in der Behandlung für die Süchtigen: „Man muss frühzeitig agieren, sodass der Schaden nicht zu groß wird.“

Hilfe und Kontakt

  • Beratungsstellen: 123, darunter 4 Jugendsuchtberatungsstellen
  • Entzugseinrichtungen: LK Mostviertel Amstetten-Mauer, Anton Proksch Institut
  • Stationäre Entwöhnung: Anton Proksch Institut, Grüner Kreis, Verein Reintegration, Zukunftsschmiede