Nach NÖN-Recherchen: Hofer suspendiert Klubobmann Huber. Nach einer gemeinsamen Recherche von NÖN und „Der Standard“ machte FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer erstmals von seinem Suspendierungsrecht Gebrauch und suspendierte den geschäftsführenden Klubobmann im niederösterreichischen Landtag Martin Huber aus Blindenmarkt.

Von Markus Glück. Erstellt am 21. September 2019 (17:00)
Christine Haiderer
Martin Huber

Martin Huber hatte zu Adolf Hitlers Geburtstag am 20. April 2014 Glückwünsche „an jene, die heute Geburtstag haben“ auf Facebook gepostet. NÖN-Recherchen ergaben, dass Huber an keinem anderen Tag Geburtstagswünsche ausgesprochen habe. Dies bestätigt auch Hofer in einer Aussendung.

Facebook

Wegen Gefahr im Verzug sei der geschäftsführende Klubchef daher mit sofortiger Wirkung aus der FPÖ suspendiert worden. Der NÖN wurde aber noch weiteres Material zugespielt, wo mehrere Gemeinderäte in den Bezirken Melk und Hollabrunn, das Symbol der „Schwarzen Sonne“ sowie den „Lebensbaum“ auf Facebook geliked haben. Beides sind Zeichen, die in der Neonazi-Szene verwendet werden.

Angesprochen auf das Posting zu Adolf Hitlers Geburtstag am 20. April 2014 auf Facebook bestätigt der mittlerweile suspendierte FP-Klubobmann Martin Huber, dieses Posting getätigt zu haben: „Ja, ich habe am Ostersonntag 2014, Herzlichen Glückwunsch an jene die heute Geburtstag haben‘ gepostet.“ Für ihn ist es aber „sehr weit hergeholt“ aus diesem Posting eine Nähe zum Nationalsozialismus zu konstruieren. „Persönlich distanziere ich mich seit jeher ausdrücklich von NS-Gedankgut“, betont Huber.

Die Reaktionen und weitere Details wie es nach dem Polit-Erdbeben weitergeht, finden Sie in der nächsten NÖN-Ausgabe.

Aus FPÖ-Landtagsklub ausgezogen

Martin Huber, ist aus dem Klub der Partei im NÖ Landhaus ausgezogen. Ein Sprecher hat das am Montag auf Anfrage mitgeteilt. "Ohne aufrechte Parteimitgliedschaft kann er (Huber, Anm.) auch kein Klubmitglied sein." Mehr dazu hier: