Ewald Stadler zu Strache-Abgang: "Das ist ein Supergau". Für Niederösterreichs Ex-FPÖ-Landesrat und Ex-BZÖ-EU-Parlamentarier Ewald Stadler fehlt es der FPÖ nach dem Rücktritt von Heinz-Christian Strache und dessen Anlass an allem, was es für einen Neustart bräuchte.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 18. Mai 2019 (19:27)
NOEN, Presse&Foto FRANZ GLEISS
Ewald Stadler. Foto: Archiv/Gleiß

"Für eine alte und an sich gute Partei ist das ein Supergau", sagt Ewald Stadler. Denn: Seit Strache fehlten nicht nur "die Kontrollkräfte", es fehlten auch die Kräfte, die für eine "Selbstreinigung" oder gar einen "Neustart" nötig wären. Genau davor habe der Wahl-Etsdorfer, der erst Landesrat, dann Volksanwalt und Nationalrat gewesen war, bevor er 2007 aus der FPÖ austrat, "immer gewarnt" - auch vor Heinz-Christian Strache als Parteichef.

Was das für die anstehende EU-Wahl bedeute? "Das würde bedeuten", so Niederösterreichs ehemaliger EU-Abgeordneter, damals für das BZÖ, "das würde bedeuten, dass die Mehrzahl der FPÖ-Wähler jetzt daheim bleiben könnte". 

"Ich", so Ewald Stadler, der sich zuletzt aus der Politik zurückgezogen hat, "sitze jetzt jedenfalls erste Reihe fußfrei".