NÖ Landesschulsprecher: „Machbare“ Mathematik-Matura. Die vom Bildungsministerium angekündigten Änderungen bei der Mathematik-Zentralmatura waren spürbar, bestätigt der Landesschulsprecher. Eine „geschenkte Matura“ sei es dennoch nicht gewesen.

Von Carina Rambauske. Erstellt am 08. Mai 2019 (16:59)
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Symbolbild

„Sehr erleichtert!“ Wenige Stunden nach der Zentralmatura in Mathematik spricht Landesschulsprecher Anthony Grünsteidl vermutlich den gesamten 45.000 Maturanten aus der Seele. Nicht nur, weil sie das „Angstfach“ Mathematik hinter sich gebracht haben, sondern auch: „Weil es eine machbare Matura war. Man merkt, dass sich etwas verändert hat“, schildert Grünsteidl.  

Zur Erinnerung: Jeder fünfte Schüler erhielt vor einem Jahr bei der Mathematik-Zentralmatura ein „Nicht genügend“. Infolge dieses schlechten Ergebnisses kündigte ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann Änderungen an, wovon einige bereits in diesem Jahr in Kraft traten: verständlichere Textbeispiele sowie Adaptierungen beim Zeitmanagement, dem Bewertungsschlüssel und beim Thema Aufsicht.

Das alles machte es „schaffbarer“, bestätigt Grünsteidl. Schaffbarer, um ein Genügend zu bekommen, „für eine gute Note musste man sich aber deutlich mehr anstrengen, da, vor allem im zweiten Teil, viel um die Ecke gedacht und kombiniert werden musste“.

Eine große Verschnaufpause gibt es für die Maturanten noch nicht: Gleich morgen geht es für viele mit Französisch und am Freitag mit Englisch weiter, bevor nächste Woche Latein, Griechisch und Italienisch abgeprüft werden. Erhalten die Schüler bei der Zentralmatura eine negative Note, haben sie die Möglichkeit, diese im Rahmen der mündlichen Kompensationsprüfung am 28. und 29. Mai auszubessern.