Mehr Ganztagsschulen gegen Mathe-Probleme. Ex-Ministerin Hammerschmid drängt auf Konsequenzen nach dem Test der Bildungsstandards.

Erstellt am 21. Februar 2018 (09:36)
Symbolbild
Symbolbild

Niederösterreichs Schüler der 8. Schulstufe waren im Mittelfeld gelegen, bundesweit schafften 15 Prozent die Anforderungen bei den Tests der Bildungsstandards in Mathematik allerdings nicht.

Als Konsequenz daraus verlangt die neue SPÖ-Bildungssprecherin im Parlament, Sonja Hammerschmid, Spitzenkandidatin der SPÖ in Niederösterreich bei  der Nationalratswahl 2017 und ehemalige Bildungsministerin, dass in Österreich Ganztagsschulen, an denen von den Eltern keine Beiträge gezahlt werden müssen, auszubauen seien. Denn mit dieser Maßnahmen soll gerade jenen Schülern unter die Arme gegriffen werden, deren Eltern aus dem Ausland zugezogen sind oder die selbst nur einen niedrigen Schulabschluss aufweisen.

In NÖ erreichen 54 Prozent Bildungsstandard in Mathematik

Hammerschmid begründete dies damit, das Ergebnis der Tests der Mathematik-Bildungsstandards im Frühjahr 2017 an AHS, Hauptschulen und Neuen Mittelschulen zeige einen Zusammenhang zwischen den Leistungen der Kinder und dem Bildungshintergrund der Eltern. Mit dem Ausbau der Ganztagsschulen solle diese Gruppe zusätzlich gefördert werden.

In Niederösterreich haben, wie NÖN.at berichtet hat, 54 Prozent die Bildungsstandards in Mathematik erreicht. Wien war hingegen mit nur 43 Prozent klares Schlusslicht.

Mehr Geld für „Brennpunkt“-Schulen

Gleichzeitig müsse es mehr Geld für jene „Brennpunkt“-Schulen geben, in denen besonders viele benachteiligte Schüler unterrichtet werden. Entsprechende Pläne, die Vergabe der Mittel nach einem sogenannten Sozialindex, hat auch der jetzige Bildungsminister Heinz Faßmann bereits angekündigt.

Vorgängerin Hammerschmid drängt darauf, dass sich Faßmann nun das Geld  dafür auch bei den Budgetverhandlungen mit Finanzminister Hartwig Löger sichern müsse. Sie warne davor, die Mittel durch Einsparungen in anderen Bereichen des Bildungswesen hereinzubringen, betonte die SPÖ-Bildungssprecherin im Hohen Haus.