Vilimsky: Abstimmung über Schengen-Verbleib. FP-Spitzenkandidat für die Wahl zum Europäischen Parlament Harald Vilimsky befürwortet eine offene Abstimmung über die Teilnahme Österreichs im Schengen-Verbund.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 12. Mai 2014 (12:19)
Auf seiner Bundesländer-Tour durch Österreich machte Vilimsky heute Halt in Niederösterreich. Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierte er die Kernthemen seiner Partei im Wahlkampf um die Wahl zum Europäischen Parlament.

Zum einen nannte er das blaue Dauerthema der offenen Grenzen. Diese seien "an sich ein gutes Konzept", so Vilimsky, aber nur, wenn sie funktionieren würden. Er fordert eine offene Abstimmung der Bevölkerung über den Verbleib Österreichs im Schengen-Verbund. Als zweites Thema nannte er die Arbeitnehmerfreizügigkeit. Er ortet einen "deutlichen Verdrängungswettbewerb" durch ausländische Arbeitskräfte am heimischen Arbeitsmarkt.

FPÖ will Europa "föderaler machen"

Die FPÖ wolle ein "Bündnis auf europäischer Ebene schmieden mit dem klaren Ziel, die Aufgaben zu den Nationalstaaten zurückzuholen", so Vilimsky. Dieses Bündnis sei die EAF (European Alliance for Freedom), der auch Parteien wie die Front National aus Frankreich um Marine Le Pen angehören. Man wolle Europa "föderaler machen" und die "Zentralstaatsorientierung umkehren".

"Das Wahlziel ist es, so stark wie möglich zu werden", betonte Vilimsky. Aktuell liege die FPÖ bei rund 20 Prozent.
Der Niederösterreicher Udo Landbauer, der auf Platz fünf der Bundesliste kandidiert, betonte, dass man in Österreich nachlässig geworden sei, Jugendliche auszubilden, sondern lieber billigere Arbeitskräfte aus dem Ausland hole. Das müsse man ändern, so Landbauer.