NÖ Spitzenkandidaten lieferten sich heiße Debatte. Alle sechs Spitzenkandidaten diskutierten Themen wie Klima und ländlicher Raum. Einige sahen einander zum ersten Mal.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 23. September 2019 (09:53)

Überraschendes brachte der „Runde Tisch“, zu dem die NÖN die niederösterreichischen Nationalratswahl-Spitzenkandidaten geladen hatte. Und zwar schon bevor es um die inhaltlichen Positionen der Landespolitiker ging. Beim Eintreffen von Wolfgang Sobotka (ÖVP), Herbert Kickl (FPÖ), Rudolf Silvan (SPÖ), Nikolaus Scherak (NEOS), Martin Balluch (JETZT) und Elisabeth Götze (Grüne) im St. Pöltner Pressehaus zeigte sich, dass die allermeisten Kandidaten einander zuvor nie persönlich getroffen hatten.

Obwohl es in den Wahlkampf-Wochen immer wieder gegenseitige Vorwürfe hagelte und die NÖ-Politiker mit Kritik an den Mitbewerbern nicht sparten, saßen einander viele zum ersten Mal gegenüber – bei der NÖN-Wahldiskussion der Chefredakteure Daniel Lohninger und Walter Fahrnberger mit allen sechs Spitzenkandidaten.

Direkt gegenübergestellt wurden ihre Forderungen zur Stärkung des ländlichen Raums, der mit Herausforderungen wie Kaufkraftverlust und Abwanderung zu kämpfen hat (mehr zu diesem Thema in der NÖN-Printausgabe). Einig waren sich die Politiker über den nötigen Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel und des Breitbandinternets in Niederösterreich.

Rezepte gegen Landflucht

Überraschend war die Zustimmung, die SPÖ-Kandidat Rudolf Silvan seinem FPÖ-Kollegen entgegenbrachte. „Der Herr Kickl hat schon alles gesagt“, meinte er angesprochen auf die Herausforderungen des ländlichen Raums – und sorgte damit nicht nur für Gelächter, sondern auch Koalitions-Spekulationen.

Eine weitere Überraschung hatte auch die Grünen-Kandidatin in petto. Elisabeth Götze forderte mehr Polizei-Posten für das Bundesland. Damit brachte sie das Thema Sicherheit ins Spiel, das man eigentlich zuerst von den beiden Ex-Innenministern erwartet hätte.

Die Ex-Innenminister dominierten die Debatte

Dieses Duell zwischen Wolfgang Sobotka und Herbert Kickl war im Vorfeld mit Spannung erwartet worden. Überraschungen brachte es keine: Die beiden schenkten einander nichts. Es dauerte nicht einmal zehn Minuten, bis Kickl das erste Mal in die Offensive ging und der ÖVP grobe Versäumnisse im Bezug auf die Stärkung des ländlichen Raums vorwarf. Bis zum Schluss blieb das Duell das dominierende der Diskussion.

Hoch gingen die Emotionen – ebenfalls wenig überraschend – beim Wahlkampf-Thema Nummer eins – dem Klimaschutz. Während NEOS, JETZT und Grüne den Klimawandel mit einer CO2-Steuer bekämpfen wollen, warnte Kickl vor „übertriebener Hysterie“.

Klimaschutz ließ Wogen hochgehen

Duelle zwischen den Parteien und Kandidaten gab es in den vergangenen Wochen viele. Die NÖN drehte den Spieß um und wollte von den Politikern wissen, was sie gut am anderen finden.

Das Positive am politischen Kontrahenten

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