Unterschiede bis zu 45 Prozent bei Brennstoffpreisen. Stückholz, Pellets und Briketts: Die Arbeiterkammer NÖ empfiehlt, Preise zu vergleichen und frühzeitig einzulagern, um Geld zu sparen.

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 23. April 2021 (09:21)
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Auch wenn es noch eine Weile hin ist: Wer sich bereits jetzt für den Winter mit Brennstoffen eindeckt und dabei die Preise vergleicht, kann enorm sparen – zu dem Ergebnis kommt die aktuelle Brennstoffpreiserhebung der AK Niederösterreich unter 24 Anbietern. Erfragt wurden die Preise von Stückholz, Pellets lose bzw. in Säcken und Briketts. „Oft lassen sich im Frühjahr Brennstoffe zu günstigeren Preisen einlagern als erst im Herbst. Außerdem lohnt sich ein Vergleich der Anbieter, da die Preise stark variieren können“, sagt AK-Konsumentenberater Horst Krumholz. Je nach Brennstoff sind Unterschiede von bis zu 45 Prozent möglich.

Eine Kiste Buche Stückholz mit einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 20 Prozent ist zwischen 90 und 117 Euro zu haben. Beim Einkauf gilt es genau zu schauen, wie viel Holz eine Kiste enthält. Die Erhebung zeigt: Der Inhalt kann von Anbieter zu Anbieter stark variieren, zwischen 0,85 und 1,7 Raummeter. Zusätzlich berücksichtigen sollte man auch die Liefergebühren. „Diese lagen in der Erhebung zwischen 6 und 141 Euro. Bei manchen Anbietern ist die Zustellgebühr bereits im Preis enthalten“, so Krumholz.

Pellets – bis zu 45 Prozent Unterschied

Pellets in praktischen 15-kg-Säcken kosten zwischen 3,68 Euro und 5,35 Euro pro Sack. Wird der Preis für eine gesamte Palette angegeben, hilft der Taschenrechner. Denn wie viele Säcke eine Palette umfasst, kann sich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden – und damit der Preis pro Sack. Kaum einen Unterschied gibt es, wenn man einen Jahresvorrat von fünf Tonnen Pellets offen kauft. Inklusive Zustellgebühr sind dafür zwischen 215 und 249 Euro zu bezahlen. Dazu kommt in der Regel noch eine Abfüllpauschale zwischen 39 und 45 Euro. „Wenn Sie mit Pellets heizen, achten Sie unbedingt auf die Qualität A1 nach EN- oder DIN plus-Norm. Andernfalls kann es zu Problemen mit dem Heizkessel kommen“, rät der Konsumentenschützer.

Holzbriketts: Rechnen lohnt sich

Für eine Tonne Briketts werden zwischen 219 und 310 Euro verlangt. Die Zustellgebühren schwanken zwischen 15,63 und 293 Euro für einen Jahresvorrat von fünf Tonnen. Nutzt man Aktionen, lässt sich hier besonders viel Geld sparen. Eines ist aus Sicht des Experten besonders ratsam: immer mehrere Angebote einholen. „Viele Händler geben an, dass sie in einem Umkreis von 50 km liefern. Ist man mit seiner Bestellung rechtzeitig dran und es lässt sich vom Lieferplan her einrichten, sind erfahrungsgemäß oft auch weitere Strecken möglich. Die Auswahl der Anbieter wird damit größer“, so Krumholz.

Nähere Information und die Erhebung im Detail unter: noe.arbeiterkammer.at/brennstoffpreise