Das Haus, das mitdenkt. Wenn sich die Heizung selbst steuert und der Kühlschrank eine Einkaufsliste schreibt.

Von Gerti Süss. Erstellt am 10. August 2015 (09:01)
Wenn sich Heizung, Beleuchtung, Alarmanlage und Co. im Haus automatisch nach Tageszeit und Temperatur richten, spricht man unter anderem vom »Internet der Dinge«.
NOEN, Alexander Kirch / Shutterstock.com

Nicht nur in der Industrie, auch im privaten Wohnbereich hat die Vernetzung längst Einzug gehalten. In diesem Zusammenhang wird auch oft vom „Internet der Dinge“ gesprochen.

Schließlich ist es möglich, dass immer mehr Haushaltsgeräte und -gegenstände an das Web angeschlossen werden. Der Begriff „Internet der Dinge“ meint aber auch, dass sich Geräte mit Hilfe von Sensoren und Informationen aus dem Netz selbst steuern können.

Bedenken bezüglich des Datenschutzes

Von einem „Smart Home“ ist etwa dann die Rede, wenn der Kühlschrank meldet, welche Lebensmittel dringend fehlen oder abgelaufen sind. Ein anderes Beispiel sind Energieversorger, die Handy-Apps anbieten, mit denen etwa die Heizung gesteuert werden kann. Auch Smart Meter, also intelligente Stromzähler, die den Verbrauch detailliert ablesen und automatisch an den Versorger melden, fallen in diese Kategorie.

Laut EU-Vorgaben sollen 80 Prozent aller Haushalte bis 2020 mit diesen Geräten ausgestattet werden. Allerdings herrschen in der Bevölkerung große Bedenken bezüglich des Datenschutzes. Obwohl Smart Meter Optimierungspotenzial beim Verbrauch aufzeigen könnten, ist es vielen nicht Recht, wenn der Zähler meldet, wie sich der private Stromverbrauch im Laufe des Tages entwickelt. „Wir werden jeden Kunden einzeln fragen, ob er das Gerät haben will“, sagte EVN-Chef Peter Layr bereits Anfang Juni.