Deutliches Plus bei NÖ Exporten. Im vergangenen Jahr legten die Warenausfuhren um 6,1 Prozent auf 23,1 Milliarden Euro zu.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 15. Juli 2019 (12:08)
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Symbolbild

Erfreuliche Nachrichten aus der Wirtschaft: Das Warenexportvolumen in Niederösterreich konnte 2018 auf 23,1 Milliarden Euro anwachsen. Das belegen die heute veröffentlichten, aktuellen Zahlen der Statistik Austria. Wichtigster Exportmarkt für Niederösterreich bleibt Deutschland mit 6,67 Milliarden Euro (plus 2,2 Prozent), gefolgt von Tschechien mit rund 1,33 Milliarden Euro (plus 2,5 Prozent) und Ungarn mit ebenfalls rund 1,33 Milliarden Euro (plus 13,5 Prozent).

Wachstum in ganz Österreich

Niederösterreich bewegt sich damit in einem Bundestrend: Denn alle neun Bundesländer erzielten höhere Ausfuhren als im Jahr 2017. Insgesamt lag das Warenexportvolumen für ganz Österreich bei rund 150 Milliarden Euro. Exportkaiser bleibt das Land Oberösterreich mit 38,19 Milliarden Euro – mehr als einem Viertel des Bundes-Gesamtwerts. Niederösterreich rutschte hinter die Steiermark (24,75 Milliarden Euro) auf Platz drei im Ranking der Bundesländer mit den höchsten Ausfuhrwerten.  

NÖ Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav zeigte sich erfreut, dass Niederösterreich in der Ostregion weiter Wachstumskaiser bleibt. Wien (plus 0,02 Prozent) und das Burgenland (4,21 Prozent) verzeichneten nämlich ein geringeres Wachstum als Niederösterreich.


Osteuropa als Exportmotor

Die heimischen Wirtschaftsvertreter führen das gute Ergebnis für Niederösterreich vor allem auf die steigenden Exportzahlen in Richtung Osteuropa zurück. Denn auch in die Slowakei, die auf Platz acht der NÖ Exportstatistik liegt, gab es ein Plus von 7,1 Prozent auf 830 Millionen Euro. Und auch nach Slowenien (Platz zehn) gab es ein Plus von 9,9 Prozent auf 630 Millionen Euro. „Man kann von einer Renaissance der osteuropäischen Märkte sprechen“, konstatiert Wirtschaftskammer NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl. Die Gründe dafür lägen laut ihr in der Zunahme der weltweiten Handelskonflikte.

Laut Thomas Salzer, Präsident der Industriellenvereinigung NÖ, werde die Hälfte des Umsatzes der NÖ Betriebe im Ausland erwirtschaftet. „Viele Produktionsbetriebe haben sogar Exportquoten von über 90 Prozent“, weiß er.