Flughafen Wien fördert leisere, spritsparende Flugzeuge. Sie wollten schon immer etwas Bestimmtes vom Flughafen Wien wissen? Der Flughafen beantwortet in den nächsten Wochen jede eingesendete Frage, die Antworten werden in Ihrer NÖN-Lokalzeitung und hier veröffentlicht.

Erstellt am 12. August 2019 (14:48) – Anzeige
zVg Flughafen Wien

Martin Mühlbacher: Mit Flughafen Wien CO2-neutral bis 2030 ist wahrscheinlich der Betrieb des Flughafengebäudes gemeint, oder? In diesem Zusammenhang folgende weitere Fragen: Wie viel Kerosin wurde 2018 am Flughafen Wien in Flugzeuge getankt und welche CO2-Emissionen sind damit verbunden? Wie wirken sich diese Emissionen in großer Höhe auf den Treibhauseffekt der Erde aus? Wie wird sich die Errichtung der 3. Piste voraussichtlich auf das Ausmaß dieser Emissionen auswirken?

Peter Kleemann: Die Betankung wird nicht vom Flughafen Wien durchgeführt, daher können wir keine genauen Zahlen nennen. Aber wir schaffen mit dem Lärmgebührenmodell Anreize für Airlines, leisere und spritsparendere Flugzeuge nach Wien einzusetzen. Gerade neue Flugzeugtypen mit den modernsten Triebwerkstechnologien verzeichnen nicht nur deutlich bessere Lärmwerte als alte Flugzeuge, sondern sind auch spritsparender unterwegs. Gleichzeitig gehen wir vom Flughafen Wien mit gutem Beispiel voran und kompensieren dienstliche Flüge durch den Kauf von CO2-Zertifikaten. Eine Möglichkeit, die allen offen steht, die wegen des CO2-Ausstoßes Bedenken haben. Leider nutzen derzeit weniger als 1 Prozent der Passagiere diese Möglichkeit.

zVg Flughafen Wien

Kerstin: Man hört immer nur von einer dritten Piste und wie wichtig diese für den Wirtschaftsstandort Österreich ist. Was genau versteckt sich hinter dieser großen Bedeutung, warum ist diese so wichtig – welchen Einfluss hat eine dritte Piste auf die Wirtschaft/Gesellschaft in Österreich bzw. umgekehrt? Warum wäre es eine Katastrophe für Österreich, diese Landebahn nicht zu bekommen? Aus Sicht des Flughafens als Unternehmen kann man das ja einigermaßen verstehen, denn mehr Kapazität bedeutet mehr Geld, aber was genau sind die wichtigsten
Argumente für den Bau für Österreich?

zVg Flughafen Wien AG
Peter Kleemann, Pressesprecher Flughafen Wien AG

Peter Kleemann: Das Passagierwachstum am Flughafen Wien steigt weiter stark an. So haben wir 2018 über 27 Millionen Passagiere abgefertigt – ein Rekordergebnis. Für 2019 rechnet der Flughafen Wien mit erstmals mehr als 30 Millionen Passagieren, das sind in den Sommermonaten teilweise über 100.000 Passagiere pro Tag. Als Folge des stetig steigenden Passagieraufkommens legt auch die Zahl der Starts und Landungen zu, langfristig wird die Pistenkapazität an ihre Grenzen geraten. Deshalb braucht es in Zukunft eine 3. Piste am Flughafen Wien.

Das stärkt auch die österreichische Wirtschaft. So schaffen eine Million zusätzlicher Passagiere 1.000 neue Jobs am Standort. Für Unternehmen sind attraktive Flugverbindungen in ihre Märkte standortentscheidend. Auch für die Tourismus- und Kongressstadt Wien sind gute Flugverbindungen essenziell. 2020 wird mit 18 Millionen Nächtigungen in Wien gerechnet, Tendenz steigend.

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Andreas Hofer
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