Von Ameisen und Zählern. Festo und LineMetrics beschäftigen sich in Praxis und Forschung mit Industrie 4.0.

Von Gerti Süss. Erstellt am 10. August 2015 (08:58)
In einem Ameisenstaat weiß jedes Tier, welche Aufgaben es zu erfüllen gibt. Dieses kooperative Verhalten könnte künftig auch der Fertigung nutzen.
NOEN, Festo

Was kann die industrielle Fertigung von Ameisen lernen? So einiges, wenn es nach dem Forschungsunternehmen Festo geht. Nach dem Vorbild der Ameisen, die ihre Arbeit stets im Kollektiv und nach festgelegten Hierarchien verrichten, wurden die „Bionic Ants“ entwickelt.

Anhand dieser Forschungsobjekte soll ermittelt werden, wie einzelne Fertigungsschritte durch die hierarchische und automatisierte Arbeitsteilung optimiert werden können. Das Forschungszentrum mit Sitz in Wien arbeitet auch mit der Fachhochschule Wiener Neustadt zusammen. Diese plant eine Erweiterung ihrer Lernfabrik, bei der die virtuellen Lerninhalte mit einer realen Übungsanlage verknüpft werden können.

„Internet der Dinge“

Forschung spielt auch für die Haager Firma LineMetrics eine große Rolle. Über ein Jahr lang hat das ehemalige Start-Up ein Hardware-Tool entwickelt, das, angeschlossen an Produktionsanlagen, Kennzahlen wie Energieverbrauch, Stückzahlen und Standzeiten misst und mittels Software visualisieren kann.

Um für das Thema „Internet der Dinge“ mehr Bewusstsein zu schaffen, hat LineMetrics gemeinsam mit Partnern im Juli einen Ideenwettbewerb für Jugendliche veranstaltet. Eines der 48 eingereichten Projekte war „Plant Me“: Ein Schüler entwickelte dabei einen mitdenkenden Blumentopf, der, je nach Temperatur, Feuchtigkeit und Helligkeit, Ratschläge zur Pflanzenpflege anzeigen kann.

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NOEN, LineMetrics