Mit neuen Aufträgen auf Wachstumskurs. Der burgenländische Beleuchtungsspezialist Cleen Energy, der nach seinem Börsengang im Jahr 2017 mit Verlusten, Insolvenzgefährdung und zu hoher Firmenbewertung für Schlagzeilen sorgte, sieht sich selbst mit neuen Aufträgen auf Wachstumskurs.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 03. Juli 2019 (16:00)
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Symbolbild

Das Unternehmen soll Value-Added-Partner der Lichttechnik-Firma Signify (früher Philips Lighting) werden, gab Cleen Energy am Mittwoch bekannt.

Außerdem soll Cleen Energy für den oberösterreichischen Verpackungshersteller Donauwell eine rund 8.000 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage bauen und die Innenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Lösungen umstellen. Eine weitere fast doppelt so große Anlage sei bereits in Planung, heißt es in einer Aussendung.

Für das erste Halbjahr gab Cleen Energy heute ein Umsatzwachstum von rund 44 Prozent bekannt, ohne jedoch eine konkrete Zahl zu nennen. Der Jahresabschluss für das Jahr 2018 ist nach wie vor ausständig, nachdem die Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung (OePR) den Firmenwert bezweifelt hatte.

Wie berichtet zeigte eine Nachprüfung eine Überbewertung des Unternehmens um 529.000 Euro.

Im Juni hat Cleen Energy nach eigenen Angaben 349.000 Euro neue liquide Mittel und weiteres Eigenkapital von 570.000 Euro erhalten.

"Durch weitere Beiträge der Kernaktionäre ohne Emittierung neuer Aktien soll der CLEEN Energy AG bis zum Jahresende eine Liquidität von mindestens 950.000 Euro und einer Stärkung des Eigenkapitals von mehr als 1 Mio. Euro zufließen", teilte das Unternehmen am Mittwoch erneut mit.

"Ich freue mich sehr über die aktuellen Entwicklungen", so Cleen Energy-Vorstand Lukas Scherzenlehner, der damit das Fundament für das weitere Wachstum sichergestellt sieht.