NÖN-Talent: Traum einen Schritt näher. Insgesamt fünf Musiker aus dem Bezirk Zwettl sind bei der Castingshow: „NÖN sucht das größte Talent“ eine Runde weiter. Sie stehen jetzt im Waldviertel-Finale.

Von Michael Schwab. Erstellt am 30. Mai 2017 (15:40)
Michael Schwab
Andy Marek mit den erfolgreichen Kanidaten aus dem Bezirk Zwettl: Angelina Gattringer, Julia Litschauer, Kerstin und Kathrin Poinstingl sowie Felix Hagen.

Endstation oder der Einzug ins Waldviertel-Finale - darum ging es für elf Kandidaten von „NÖN sucht das größte Talent“ aus den Bezirken Gmünd, Horn, Waidhofen und Zwettl.

„Sechs von euch können wir in die nächste Show mitnehmen. 60 Prozent der Wertung entscheidet die Jury, 40 Prozent das Publikumsvoting“, erklärte Moderator und Organisator Andy Marek zu Beginn. Durch den Schwerpunkt auf der Jurywertung soll das Ergebnis fairer sein als ein reines Publikumsvoting, wo die Zahl der Fans entscheidender sein kann als das tatsächlich vorhandene Talent.

Gitarre und Gesangstalent

Michael Schwab
Anglina Gattringer konnte ihren Fehler bei „I’ll Fly Away“ noch ausbügeln.

Ganz ohne „Fan-Basis“ geht es allerdings auch nicht. Gerade auf den mittleren Plätzen kann das Voting entscheidend für ein Weiterkommen oder Ausscheiden sein.

Ein klarer Fall war das Weiterkommen der drei 14-jährigen Mädchen Julia Litschauer aus Echsenbach sowie Kerstin und Kathrin Poinstingl aus Hörmanns - das Trio zählt als ein Teilnehmer -, die zu dritt mit „Let it go“ am Mikrofon und an der Gitarre die Jury und das Publikum begeisterten. Als ein Kabel auf der Bühne gewechselt werden musste, weil der Sound einer Gitarre nicht am Mischpult ankam, blieben die drei cool, wie es von Livemusikern erwartet wird.

Keine Begleitmusik aus der Konserve brauchte der 20-jährige Felix Hagen aus Schwarzenau, der auch schon beim Casting mit seinem Talent überzeugt hatte. Hagen begleitete sich zu „Society“ von Eddie Vedder selbst auf der Gitarre und lieferte eine hingebungsvolle und überzeugende Performance ab. Damit war ihm der Einzug ins Waldviertel-Finale sicher.

Waldviertel-Finale am 17. Juni

Gute Voraussetzungen für ein Weiterkommen hatte auch Angelina Gattringer. Die 14-jährige Arbesbacherin hatte beim Casting die Höchstnote von allen Juroren erhalten. Außerdem hatte sie zur Show zahlreiche Fans mitgebracht, die sie mit Plakaten bei ihrem Auftritt anfeuerten.

Mit „I‘ll Fly Away“ von Albert E. Brumley ging sie an den Start, hatte jedoch zu Beginn einen Text-Blackout, wohl aufgrund der Nervosität, die ansgesichts des großen Publikums nachvollziehbar war.

Angelina Gattringer schaffte es, schnell über diesen Hänger hinwegzukommen, und legte sich für den Rest ihres Auftritts ordentlich ins Zeug. Die Fanunterstützung beim Telefonvoting war ihr ebenfalls sicher, und nach einigen bangen Minuten bei der Ergebnisverkündung konnte Gattringer aufatmen - sie darf ins Waldviertel-Finale einziehen, das am 17. Juni auf der BIOEM in Großschönau um 18 Uhr stattfindet.

Von dort ziehen die besten drei ins große NÖ-Finale.